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Aura und Auratisierung : Mediologische Perspektiven im Anschluss an Walter Benjamin


Aura und Auratisierung : Mediologische Perspektiven im Anschluss an Walter Benjamin. Edited by: Beil, Ulrich Johannes; Herberichs, Cornelia; Sandl, Marcus (2014). Zürich: Chronos.

Abstract

Stimmung, Atmosphäre, Ereignis oder Authentizität – Begriffe wie diese, die noch im ausgehenden 20. Jahrhundert als kaum mehr theorietauglich angesehen wurden, erfreuen sich neuerdings wieder zunehmender Beliebtheit im geistes- und kulturwissenschaftlichen Diskurs. Wenig profitiert hat von dieser Konjunktur der Begriff der Aura. Obwohl man ihn im Hintergrund dieser Konzepte vermuten kann, obwohl ihn Walter Benjamin in seinem für die neuere Ästhetikdiskussion grundlegenden Aufsatz "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" aus den späten 1930er Jahren an prominenter Stelle eingeführt hat, spielt er in der gegenwärtigen Medientheorie keine nennenswerte Rolle.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes – aus Literatur-, Geschichts-, Kunst-, Musik- und Filmwissenschaft – schlagen einen anderen Weg ein. Sie versuchen auf der Basis einer kritischen Relektüre des Textes von Walter Benjamin, das diskursive Potenzial des Begriffs Aura auszuloten, ihn für interdisziplinäre Perspektiven einer historischen Mediologie neu zu erschließen und insbesondere Möglichkeiten einer medialen Auratisierung zu erörtern. Das Sprechen über Aura, so die These, rückt einerseits grundlegende epistemologische und phänomenologische Fragen in den Blick, die den Zusammenhang von Genese und Kommunikation von Sinn betreffen. Andererseits kann der Begriff für die Konzeptionierung einer Geschichtlichkeit des Medialen ebenso fruchtbar gemacht werden wie für eine Beschreibung der Medialität von Geschichte. Der Begriff der Aura lässt sich so an einer Schnittstelle verschiedener Felder der aktuellen medientheoretischen Diskussion situieren.

Abstract

Stimmung, Atmosphäre, Ereignis oder Authentizität – Begriffe wie diese, die noch im ausgehenden 20. Jahrhundert als kaum mehr theorietauglich angesehen wurden, erfreuen sich neuerdings wieder zunehmender Beliebtheit im geistes- und kulturwissenschaftlichen Diskurs. Wenig profitiert hat von dieser Konjunktur der Begriff der Aura. Obwohl man ihn im Hintergrund dieser Konzepte vermuten kann, obwohl ihn Walter Benjamin in seinem für die neuere Ästhetikdiskussion grundlegenden Aufsatz "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" aus den späten 1930er Jahren an prominenter Stelle eingeführt hat, spielt er in der gegenwärtigen Medientheorie keine nennenswerte Rolle.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes – aus Literatur-, Geschichts-, Kunst-, Musik- und Filmwissenschaft – schlagen einen anderen Weg ein. Sie versuchen auf der Basis einer kritischen Relektüre des Textes von Walter Benjamin, das diskursive Potenzial des Begriffs Aura auszuloten, ihn für interdisziplinäre Perspektiven einer historischen Mediologie neu zu erschließen und insbesondere Möglichkeiten einer medialen Auratisierung zu erörtern. Das Sprechen über Aura, so die These, rückt einerseits grundlegende epistemologische und phänomenologische Fragen in den Blick, die den Zusammenhang von Genese und Kommunikation von Sinn betreffen. Andererseits kann der Begriff für die Konzeptionierung einer Geschichtlichkeit des Medialen ebenso fruchtbar gemacht werden wie für eine Beschreibung der Medialität von Geschichte. Der Begriff der Aura lässt sich so an einer Schnittstelle verschiedener Felder der aktuellen medientheoretischen Diskussion situieren.

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Item Type:Edited Scientific Work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of History
Dewey Decimal Classification:900 History
Language:German
Date:2014
Deposited On:20 Nov 2014 09:08
Last Modified:05 Apr 2016 18:31
Publisher:Chronos
Series Name:Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen
Volume:27
Number of Pages:452
ISBN:978-3-0340-1027-6
Related URLs:http://www.chronos-verlag.ch/php/book_latest-new.php?book=978-3-0340-1027-6&type=Kurztext (Publisher)

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