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Therapie statt Strafe für schwerkriminelle Gewalt- und Sexualverbrecher?


Haas, Henriette (1998). Therapie statt Strafe für schwerkriminelle Gewalt- und Sexualverbrecher? In: Eisner, Manuel; Manzoni, Patrik. Gewalt in der Schweiz: Entstehung, Wahrnehmung und Reaktion. Zürich: Verlag Rüegger, 225-264.

Abstract

In der aufgeklärten Öffentlichkeit, unter vielen Politikern, Juristen, Ärzten, Psychologen, Journalisten oder Kriminologen besteht ein kaum je hinterfragter Konsens: Therapie ist gut, Strafe ist schlecht. Diese humanitäre Idee beeinflusst auch die am Strafprozess beteiligten Fachleute - Gutachter und Richter - insofern als der Gedanke, jemanden zu einer unbedingten Freiheitsstrafe zu verurteilen, quasi automatisch ein schlechtes Gewissen auslöst, während eine « Therapie » in einer psychiatrischen Klinik oder einer stationären Institution für Süchtige mit dem erleichternden Grundgefühl « etwas Gutes getan und geholfen zu haben » angeordnet werden kann. Dem Realitätsgehalt dieser weit verbreiteten Meinung sei für den Bereich der schweren Kriminalität im folgenden etwas nachgegangen und damit auch der Frage von Bächthold (1997, S.3ff), inwiefern sich die schweizerische Kriminologie eigentlich bemüht, auf die drängenden und brisanten Probleme im Umgang mit besonders schweren Delinquenten Lösungen zu finden.

In der aufgeklärten Öffentlichkeit, unter vielen Politikern, Juristen, Ärzten, Psychologen, Journalisten oder Kriminologen besteht ein kaum je hinterfragter Konsens: Therapie ist gut, Strafe ist schlecht. Diese humanitäre Idee beeinflusst auch die am Strafprozess beteiligten Fachleute - Gutachter und Richter - insofern als der Gedanke, jemanden zu einer unbedingten Freiheitsstrafe zu verurteilen, quasi automatisch ein schlechtes Gewissen auslöst, während eine « Therapie » in einer psychiatrischen Klinik oder einer stationären Institution für Süchtige mit dem erleichternden Grundgefühl « etwas Gutes getan und geholfen zu haben » angeordnet werden kann. Dem Realitätsgehalt dieser weit verbreiteten Meinung sei für den Bereich der schweren Kriminalität im folgenden etwas nachgegangen und damit auch der Frage von Bächthold (1997, S.3ff), inwiefern sich die schweizerische Kriminologie eigentlich bemüht, auf die drängenden und brisanten Probleme im Umgang mit besonders schweren Delinquenten Lösungen zu finden.

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:Strafvollzug - Therapie - Massnahme - Kriminalität - Straftäter - Therapieforschung
Language:German
Date:1998
Deposited On:13 Jan 2015 17:29
Last Modified:05 Apr 2016 18:49
Publisher:Verlag Rüegger
ISBN:3 72530613 3
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-105059

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