UZH-Logo

Maintenance Infos

Lichtduschen: Geschichte einer Gesundheitstechnik, 1890-1975 - Zurich Open Repository and Archive


Ingold, Niklaus (2015). Lichtduschen: Geschichte einer Gesundheitstechnik, 1890-1975. Zürich: Chronos.

Abstract

«Lichtduschen» war die Bezeichnung für kurze Bestrahlungen des Körpers mit Ultraviolettlicht. In den Strahlenabteilungen deutscher Krankenhäuser entwickelt, vermarktete die Elektroindustrie das Lichtduschen ab den 1920er Jahren als gesundheitsförderliches Handeln, das Männern, Frauen und Kindern zu einem erfolgreichen Leben in der modernen Welt verhelfe. Regelmässige Selbstbestrahlungen mit Heimsonnen sollten den Körper stärken und die ­Arbeits- und Leistungsfähigkeit steigern. Anders als die 1975 eingeführten elektrischen Solarien waren die älteren Ultraviolettlampen also nicht nur zur Verschönerung des Teints gedacht. Anhand des Lichtduschens erzählt Niklaus Ingold die Geschichte der Verwissenschaftlichung und Kommerzialisierung der Lichtaussetzung des Körpers. Die Untersuchung folgt einem technowissenschaftlichen Projekt, das im 19. Jahrhundert mit der Verwendung elektrischer Lampen als Sonnenmodelle in lichtbiologischen Experimenten und medizinischen Behandlungsversuchen begann. Neues Wissen und neue Praktiken zirkulierten nun zwischen industriellen Ballungsräumen und alpinen Heillandschaften. In der Forschungs­literatur, in lebensreformerischen Gesundheitsratgebern und in den Massenblättern westlicher Gesellschaften nahm eine spezifische Vorstellung gesunden Lichts Gestalt an.

Abstract

«Lichtduschen» war die Bezeichnung für kurze Bestrahlungen des Körpers mit Ultraviolettlicht. In den Strahlenabteilungen deutscher Krankenhäuser entwickelt, vermarktete die Elektroindustrie das Lichtduschen ab den 1920er Jahren als gesundheitsförderliches Handeln, das Männern, Frauen und Kindern zu einem erfolgreichen Leben in der modernen Welt verhelfe. Regelmässige Selbstbestrahlungen mit Heimsonnen sollten den Körper stärken und die ­Arbeits- und Leistungsfähigkeit steigern. Anders als die 1975 eingeführten elektrischen Solarien waren die älteren Ultraviolettlampen also nicht nur zur Verschönerung des Teints gedacht. Anhand des Lichtduschens erzählt Niklaus Ingold die Geschichte der Verwissenschaftlichung und Kommerzialisierung der Lichtaussetzung des Körpers. Die Untersuchung folgt einem technowissenschaftlichen Projekt, das im 19. Jahrhundert mit der Verwendung elektrischer Lampen als Sonnenmodelle in lichtbiologischen Experimenten und medizinischen Behandlungsversuchen begann. Neues Wissen und neue Praktiken zirkulierten nun zwischen industriellen Ballungsräumen und alpinen Heillandschaften. In der Forschungs­literatur, in lebensreformerischen Gesundheitsratgebern und in den Massenblättern westlicher Gesellschaften nahm eine spezifische Vorstellung gesunden Lichts Gestalt an.

Altmetrics

Downloads

13 downloads since deposited on 21 May 2015
13 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Monograph
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Institute of Biomedical Ethics and History of Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2015
Deposited On:21 May 2015 09:45
Last Modified:10 Feb 2017 09:18
Publisher:Chronos
Series Name:Interferenzen
Volume:22
Number of Pages:277
ISBN:978-3-0340-1276-8
Official URL:http://www.chronos-verlag.ch/php/book_latest-new.php?book=978-3-0340-1276-8&type=Kurztext&access=Neuerscheinungen
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/zbz/action/display.do?fn=display&vid=ZAD&doc=ebi01_prod010417859 (Library Catalogue)

Download

Preview Icon on Download
Preview
Content: Published Version
Filetype: PDF
Size: 1MB
Licence: Creative Commons: Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Preview Icon on Download
Preview
Filetype: PDF (Metadata of the publication (OAPEN))
Size: 39kB

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations