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Frequently asked questions: Sexualberatung im Internet


Duttweiler, S (2008). Frequently asked questions: Sexualberatung im Internet. Zeitenblicke, 7(3):online.

Abstract

Wie wird Sexualität im Internet problematisiert und verhandelt? Dies ist die Frage, die im Folgenden ausgelotet werden soll. Dabei geht dieser Beitrag von der theoretischen Vorannahme aus, dass die Kommunikationsbedingungen die Redeweisen über Sexualität fundamental prägen: Das heißt, die Form der Kommunikation (hier: die Beratung), die Materialität der Kommunikation (hier: das Medium Internet) sowie das Format der Kommunikation (hier: E-mail und Foren) beeinflussen den Diskurs über Sexualität. Alle diese Kommunikationsbedingungen strukturieren die Möglichkeiten, Sexualität als öffentliches Thema zu problematisieren und damit zugleich die private Weise, über die eigene Sexualität und sich selbst zu sprechen. Manche Dinge lassen sich unter diesen Bedingungen aussprechen, ja es wird geradezu verlangt, anderes wird dagegen eingeschränkt oder verunmöglicht. Die zu verfolgende These lautet daher: Das Zusammenspiel der Form der Beratung, des Mediums Internet und der dort möglichen Formate der Kommunikation strukturiert die Diskurse und lässt sexuelle Probleme lösbar erscheinen. Damit verändert sich Sexualität, respektive abweichende Sexualität von einem fixen Kern der Identität zu etwas, das einen mehr oder weniger zentralen Platz in der unendlichen Reihe möglicher Angriffspunkte der Selbstverbesserung einnimmt.

Wie wird Sexualität im Internet problematisiert und verhandelt? Dies ist die Frage, die im Folgenden ausgelotet werden soll. Dabei geht dieser Beitrag von der theoretischen Vorannahme aus, dass die Kommunikationsbedingungen die Redeweisen über Sexualität fundamental prägen: Das heißt, die Form der Kommunikation (hier: die Beratung), die Materialität der Kommunikation (hier: das Medium Internet) sowie das Format der Kommunikation (hier: E-mail und Foren) beeinflussen den Diskurs über Sexualität. Alle diese Kommunikationsbedingungen strukturieren die Möglichkeiten, Sexualität als öffentliches Thema zu problematisieren und damit zugleich die private Weise, über die eigene Sexualität und sich selbst zu sprechen. Manche Dinge lassen sich unter diesen Bedingungen aussprechen, ja es wird geradezu verlangt, anderes wird dagegen eingeschränkt oder verunmöglicht. Die zu verfolgende These lautet daher: Das Zusammenspiel der Form der Beratung, des Mediums Internet und der dort möglichen Formate der Kommunikation strukturiert die Diskurse und lässt sexuelle Probleme lösbar erscheinen. Damit verändert sich Sexualität, respektive abweichende Sexualität von einem fixen Kern der Identität zu etwas, das einen mehr oder weniger zentralen Platz in der unendlichen Reihe möglicher Angriffspunkte der Selbstverbesserung einnimmt.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:December 2008
Deposited On:13 Mar 2009 07:46
Last Modified:05 Apr 2016 12:54
Publisher:Universität Köln: Historisches Seminar
ISSN:1619-0459
Additional Information:Issue title: Sexualität und Fortpflanzung in den Medien des 20. Jahrhunderts
Official URL:http://www.zeitenblicke.de/2008/3/duttweiler/index_html
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=005352746
Other Identification Number:urn:nbn:de:0009-9-16433
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-11666

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