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Ernährungsverhalten bei Ultraläufern - Deutschlandlauf 2006


Knechtle, B; Schulze, I (2008). Ernährungsverhalten bei Ultraläufern - Deutschlandlauf 2006. Praxis, 97(5):243-251.

Abstract

Wir haben am Deutschlandlauf 2006 - der vom Norden Deutschlands (Kap Arkona auf der Insel Rügen) über 1200 km in 17 Tagesetappen in den Süden (Lörrach) führte - das Ernährungsverhalten von erfolgreichen Finishern untersucht. 20 erfolgreiche männliche Ultraläufer haben ihre Ernährung vor, während und nach dem Lauf bezüglich Einnahme von festen Nahrungsmitteln, Getränken sowie Ergänzungsprodukten protokolliert. Es fiel auf, dass 70% der erfolgreichen Finisher in den vier Wochen vor dem Lauf keine spezielle Diät befolgten. Vor einer Tagesetappe nahmen sie jeweils ein übliches Frühstück ein. Unter Belastung bevorzugten sie Brot, Bananen sowie Schokolade und tranken meist reines Wasser vor Apfelschorle und Coca Cola®. Am Abend nach einer Etappe nahmen sie vornehmlich Fleisch und Nudeln ein und tranken dazu reines Wasser und Bier. Multivitamin- sowie Multimineralprodukte und Magnesium waren die am meisten verwendeten Nahrungsergänzungsprodukte, wobei andere ergogene Supplemente praktisch nicht verwendet wurden.Zusammenfassend zeigte sich, dass erfolgreiche Ultraläufer am längsten Ultralauf Europas keine speziellen Ernährungsgewohnheiten aufwiesen, sondern konventionelle Nahrungsmittel vor, während und nach der Belastung bevorzugten. Der Einsatz von zusätzlichen Nahrungsergänzungsprodukten wie Vitaminen und Mineralstoffen scheint eher der Deckung eines allfälligen Defizits zu entsprechen als eine mögliche Leistungsverbesserung zu bezwecken.

Schlüsselwörter: Diät - Ernährung - Supplemente-ergogene - Ultralauf

Wir haben am Deutschlandlauf 2006 - der vom Norden Deutschlands (Kap Arkona auf der Insel Rügen) über 1200 km in 17 Tagesetappen in den Süden (Lörrach) führte - das Ernährungsverhalten von erfolgreichen Finishern untersucht. 20 erfolgreiche männliche Ultraläufer haben ihre Ernährung vor, während und nach dem Lauf bezüglich Einnahme von festen Nahrungsmitteln, Getränken sowie Ergänzungsprodukten protokolliert. Es fiel auf, dass 70% der erfolgreichen Finisher in den vier Wochen vor dem Lauf keine spezielle Diät befolgten. Vor einer Tagesetappe nahmen sie jeweils ein übliches Frühstück ein. Unter Belastung bevorzugten sie Brot, Bananen sowie Schokolade und tranken meist reines Wasser vor Apfelschorle und Coca Cola®. Am Abend nach einer Etappe nahmen sie vornehmlich Fleisch und Nudeln ein und tranken dazu reines Wasser und Bier. Multivitamin- sowie Multimineralprodukte und Magnesium waren die am meisten verwendeten Nahrungsergänzungsprodukte, wobei andere ergogene Supplemente praktisch nicht verwendet wurden.Zusammenfassend zeigte sich, dass erfolgreiche Ultraläufer am längsten Ultralauf Europas keine speziellen Ernährungsgewohnheiten aufwiesen, sondern konventionelle Nahrungsmittel vor, während und nach der Belastung bevorzugten. Der Einsatz von zusätzlichen Nahrungsergänzungsprodukten wie Vitaminen und Mineralstoffen scheint eher der Deckung eines allfälligen Defizits zu entsprechen als eine mögliche Leistungsverbesserung zu bezwecken.

Schlüsselwörter: Diät - Ernährung - Supplemente-ergogene - Ultralauf

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Other titles:Nutritional behaviours in ultra-endurance runners - Deutschlandlauf 2006
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:06 Feb 2009 09:45
Last Modified:05 Apr 2016 12:58
Publisher:Hans Huber
ISSN:1661-8157
Publisher DOI:10.1024/1661-8157.97.5.243
PubMed ID:18548806
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-12746

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