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Wie leitliniengerecht ist die Behandlung degenerativer Gelenkerkrankungen in der hausärztlichen Praxis? Ein Vergleich internationaler Leitlinien mit selbst berichtetem Vorgehen


Rosemann, T; Joos, S; Szecsenyi, J (2008). Wie leitliniengerecht ist die Behandlung degenerativer Gelenkerkrankungen in der hausärztlichen Praxis? Ein Vergleich internationaler Leitlinien mit selbst berichtetem Vorgehen. Der Orthopäde, 37(1):69-74.

Abstract

Hintergrund: Für Arthrosepatienten ist der Hausarzt primärer Ansprechpartner und „Lotse“ im Gesundheitssystem. Eine deutsche Leitlinie für den hausärztlichen Sektor existiert bislang nicht. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, das hausärztliche Vorgehen bezüglich Diagnostik, Therapie und Überweisungen an Orthopäden zu untersuchen.
Methoden: Es handelt sich um eine Querschnittsstudie mittels eines selbst erstellten, strukturierten Fragebogens mit einer Stichprobe von 144 Hausärzten.
Ergebnisse: In der Diagnostik wurde die Bedeutung der Bildgebung überschätzt. Die Bewertung der therapeutischen Optionen stimmte mit den vorhandenen internationalen Leitlinien weitgehend überein, wobei die Präferenz auf nicht-invasiven Verfahren mit z. T. mangelnder Evidenz lag. In der medikamentösen Therapie wurden nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) den COX-2-Inhibitoren vorgezogen. Eine ambivalente Haltung bestand gegenüber der Weiterverweisung zu Orthopäden.
Schlussfolgerung: Eine hausärztliche Leitlinie mit der Betonung spezifisch hausärztlicher Aspekte könnte die Effizienz in Diagnostik und Therapie verbessern und das hausärztliche Aufgabengebiet bei Arthrosepatienten klarer abgrenzen.

Schlüsselwörter: Arthrose - Allgemeinmedizin - Leitlinien - Evidenzbasierte Medizin

Hintergrund: Für Arthrosepatienten ist der Hausarzt primärer Ansprechpartner und „Lotse“ im Gesundheitssystem. Eine deutsche Leitlinie für den hausärztlichen Sektor existiert bislang nicht. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, das hausärztliche Vorgehen bezüglich Diagnostik, Therapie und Überweisungen an Orthopäden zu untersuchen.
Methoden: Es handelt sich um eine Querschnittsstudie mittels eines selbst erstellten, strukturierten Fragebogens mit einer Stichprobe von 144 Hausärzten.
Ergebnisse: In der Diagnostik wurde die Bedeutung der Bildgebung überschätzt. Die Bewertung der therapeutischen Optionen stimmte mit den vorhandenen internationalen Leitlinien weitgehend überein, wobei die Präferenz auf nicht-invasiven Verfahren mit z. T. mangelnder Evidenz lag. In der medikamentösen Therapie wurden nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) den COX-2-Inhibitoren vorgezogen. Eine ambivalente Haltung bestand gegenüber der Weiterverweisung zu Orthopäden.
Schlussfolgerung: Eine hausärztliche Leitlinie mit der Betonung spezifisch hausärztlicher Aspekte könnte die Effizienz in Diagnostik und Therapie verbessern und das hausärztliche Aufgabengebiet bei Arthrosepatienten klarer abgrenzen.

Schlüsselwörter: Arthrose - Allgemeinmedizin - Leitlinien - Evidenzbasierte Medizin

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Other titles:The management of osteoarthritis by general practitioners in Germany : comparison of self-reported behaviour with international guidelines
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:11 Feb 2009 17:44
Last Modified:05 Apr 2016 12:58
Publisher:Springer
ISSN:0085-4530
Additional Information:The original publication is available at www.springerlink.com.
Publisher DOI:10.1007/s00132-007-1175-3
PubMed ID:18064437
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-12861

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