Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-12936
Aust, M; Guggenheim, M; Gohritz, A; Künzi, W; Handschin, A; Vogt, P; Giovanoli, P (2008). Analyse von 33 thermischen Verletzungen infolge Epilepsie - Unfallhergang, Folgen und Möglichkeiten der Prävention. Handchirurgie, Mikrochirurgie, Plastische Chirurgie, 40(6):372-376.
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Abstract
Hintergrund und Zweck: Ein epileptischer Krampfanfall wird in der Literatur in bis zu 3 % als Ursache für die Einweisung in ein Verbrennungszentrum angegeben. Ziel dieser retrospektiven Studie war es, anhand von 33 intensivmedizinisch behandelten Patienten mit Epilepsie als Verbrennungsursache, typische Mechanismen, Schwere, Therapie sowie Folgen dieser Verletzungen im Hinblick auf mögliche Vorbeugemaßnahmen zu klären. Ergebnisse: Insgesamt wurden die Daten von 33 Patienten (16 Frauen und 17 Männer) mit einem Durchschnittsalter von 39,6 (Spanne: 21 - 76) Jahren untersucht. Die durchschnittlich verbrannte Körperoberfläche lag bei 16 % und maximal bei 51 %. Bei 30 (91 %) der Patienten lagen tief 2° und 3° verbrannte und damit operationspflichtige Areale von durchschnittlich 16 % (Spanne: 4 - 45) der Körperoberfläche vor. Unsere Ergebnisse zeigen, dass thermale Verletzungen im Rahmen von epileptischen Anfällen häufig mit sehr tiefen Verbrennungen einhergehen. Häufigste Unfallmechanismen waren Verbrühungen (n = 19), meist durch Iktus beim Duschen oder in der Badewanne (n = 15), gefolgt von Stürzen beim Kochen (n = 6) oder in offenes Feuer (n = 4). Bei allen Patienten handelte es sich ausschließlich um häusliche Unfälle. Keiner der Patienten benutzte Sicherheitsgeräte im Haushalt. Auf Nachfrage gaben die Patienten an, sie seien nicht auf die besonderen Gefahren von Verbrennungen oder Verbrühungen im Zusammenhang mit ihrer Krankheit aufgeklärt worden. Die durchschnittlich entstandenen Behandlungskosten können auf mindestens 50 000 Euro geschätzt werden. Diskussion: Unsere Daten zeigen, dass es infolge eines epileptischen Krampfanfalls zu schweren thermischen Verletzungen kommen kann, die neben den Folgen für die Patienten enorme finanzielle Kosten verursachen. Typische Risikosituationen könnten jedoch oft durch Verhaltensregeln oder einfache Schutzeinrichtungen, zum Beispiel einen Temperaturregler für Heißwasser, verhindert werden. Es erscheint sinnvoll, Epileptiker und ihre Angehörigen über diese speziellen Gefahren zu informieren.
| Other titles: | Thermal trauma sustained during epileptic seizures - analysis of 33 cases |
|---|---|
| Item Type: | Journal Article, refereed, original work |
| Communities & Collections: | 04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Reconstructive Surgery 04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Division of Surgical Research |
| DDC: | 610 Medicine & health |
| Language: | English |
| Date: | December 2008 |
| Deposited On: | 13 Feb 2009 15:16 |
| Last Modified: | 04 Dec 2012 08:36 |
| Publisher: | Thieme |
| ISSN: | 0722-1819 |
| Publisher DOI: | 10.1055/s-2008-1039002 |
| PubMed ID: | 19012228 |
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