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Evidenzbasierte Therapie degenerativer Gelenkerkrankungen: Teil 1: Allgemeine und operative Therapieverfahren


Rosemann, T (2008). Evidenzbasierte Therapie degenerativer Gelenkerkrankungen: Teil 1: Allgemeine und operative Therapieverfahren. Zeitschrift für Allgemeinmedizin, 84:21-27.

Abstract

Die Arthrose ist die häufigste Gelenkaffektion des Menschen. Frauen sind in etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Es wird erwartet dass die Inzidenz und Prävalenz in den nächsten Jahren weiter deutlich ansteigen wird. In der Therapie sollten zunächst alle allgemeinen Maßnahmen ausgeschöpft werden. Hierzu zählen sowohl geeignete bzw. modifizierte Schuhe, Gehstöcke sowie weitere orthopädietechnische Verfahren. Wichtigster beeinflussbarer Risikofaktor ist das Körpergewicht, hier muss ebenso an die Eigenverantwortlichkeit des Patienten für die Progression seiner Erkrankung appelliert werden wie bei der körperlichen Aktivität. Physikalische Maßnahmen sollten die Therapie begleiten, obgleich für viele häufig zum Einsatz kommende Maßnahmen keine sehr gute Evidenz aus klinischen Studien vorliegt. Ähnliches gilt für die Akupunktur, die bei der Kniegelenksarthrose zum Einsatz kommen sollte, obgleich die Frage des Wirkmechanismus nicht geklärt ist. Die intraartikuläre Applikation von Corticoiden kann in Einzelfällen beim akut entzündeten Kniegelenk unter streng aseptischen Bedingungen zum Einsatz kommen. Abzulehnen sind Ultraschallwellentherapien, Magnetfeldtherapien, Diathermie und Stoßwellenbehandlungen. Umstellungsosteotomien kommen bei statischen Fehlbelastungen in Frage. Der definitive Gelenkersatz mittels Totalendoprothese ist eine im Hinblick auf Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung gut belegte Intervention, sollte aber erst nach frustranem Ausschöpfen aller anderen Optionen in Erwägung gezogen werden. Ob hier minimalinvasive oder roboterassistierte Verfahren überlegen sind, lässt die derzeitige Datenlage nicht beantworten.

Die Arthrose ist die häufigste Gelenkaffektion des Menschen. Frauen sind in etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Es wird erwartet dass die Inzidenz und Prävalenz in den nächsten Jahren weiter deutlich ansteigen wird. In der Therapie sollten zunächst alle allgemeinen Maßnahmen ausgeschöpft werden. Hierzu zählen sowohl geeignete bzw. modifizierte Schuhe, Gehstöcke sowie weitere orthopädietechnische Verfahren. Wichtigster beeinflussbarer Risikofaktor ist das Körpergewicht, hier muss ebenso an die Eigenverantwortlichkeit des Patienten für die Progression seiner Erkrankung appelliert werden wie bei der körperlichen Aktivität. Physikalische Maßnahmen sollten die Therapie begleiten, obgleich für viele häufig zum Einsatz kommende Maßnahmen keine sehr gute Evidenz aus klinischen Studien vorliegt. Ähnliches gilt für die Akupunktur, die bei der Kniegelenksarthrose zum Einsatz kommen sollte, obgleich die Frage des Wirkmechanismus nicht geklärt ist. Die intraartikuläre Applikation von Corticoiden kann in Einzelfällen beim akut entzündeten Kniegelenk unter streng aseptischen Bedingungen zum Einsatz kommen. Abzulehnen sind Ultraschallwellentherapien, Magnetfeldtherapien, Diathermie und Stoßwellenbehandlungen. Umstellungsosteotomien kommen bei statischen Fehlbelastungen in Frage. Der definitive Gelenkersatz mittels Totalendoprothese ist eine im Hinblick auf Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung gut belegte Intervention, sollte aber erst nach frustranem Ausschöpfen aller anderen Optionen in Erwägung gezogen werden. Ob hier minimalinvasive oder roboterassistierte Verfahren überlegen sind, lässt die derzeitige Datenlage nicht beantworten.

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Other titles:Evidence based therapy of degenerative joint diseases – surgical treatment options
Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:12 Feb 2009 10:12
Last Modified:05 Apr 2016 12:59
Publisher:Thieme
ISSN:1433-6251
Publisher DOI:10.1055/s-2007-1004544
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-13287

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