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Güntert, G (2008). Jan Söffner: Das «Decameron» und seine Rahmen des Unlesbaren. Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, 245(1):214-216.

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Abstract

Für Jan Söffner ist das Decameron menschliche Komödie und göttliche Tragödie zugleich. Ob eine unergründliche Vorsehung oder eine launenhafte Fortuna über uns walten, sei bei Boccaccio unentscheidbar geworden und, aus der innerweltlichen Perspektive dieses Werks betrachtet, letztlich auch gleichgültig. Die das Decameron kennzeichnende “Leitambiguität” zeigt sich für Söffner schon im Rahmen: So entspricht die Ordnung der Tage, an denen erzählt wird, nicht mehr – wie bei Basilius und Ambrosius – dem an die göttliche Schöpfung erinnernden Sechstagewerk, da die Prima Giornata auf einen Mittwoch fällt und der Freitag (als Tag der Venus?) gleichermaßen wie der Samstag, jedoch nicht der Sonntag, zu Ruhetagen erklärt werden. In diesem Widerspruch zur christlichen Wochenordnung sieht der Vf. einen Hinweis darauf, dass schon im Erzählrahmen des Decameron das in den Pestszenen angedeutete “Scheitern der Schöpfung” thematisiert werde.

Item Type:Journal Article, not refereed, further contribution
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Romance Studies
DDC:470 Latin & Italic languages
410 Linguistics
450 Italian, Romanian & related languages
800 Literature, rhetoric & criticism
440 French & related languages
460 Spanish & Portuguese languages
Language:German
Date:2008
Deposited On:24 Feb 2009 08:13
Last Modified:23 Nov 2012 12:30
Publisher:Erich Schmidt Verlag
ISSN:0003-8970
Official URL:http://www.archivdigital.info/aid/archiv_20080143/_sid/UGNA-634091-px37/inhalt.html
Citations:Google Scholar™

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