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Qualitätsprofil einer Rehabilitationsfachklinik für Naturheilverfahren – Teil 2: Patienten- und Ergebnisprofil


Weidenhammer, W; Wessel, A; Melchart, D (2007). Qualitätsprofil einer Rehabilitationsfachklinik für Naturheilverfahren – Teil 2: Patienten- und Ergebnisprofil. Forschende Komplementärmedizin, 14(6):335-345.

Abstract

Zielsetzung: Darstellung eines Programms zur Evaluation der stationären Patientenversorgung (PEP) mit Naturheilverfahren am Beispiel einer Rehabilitationsfachklinik für Naturheilverfahren mit Schwerpunkt auf Beschreibung der behandelten Patienten und der Ergebnisqualität. Methoden: Prospektive Kohortenstudie aller stationär aufgenommenen Patienten über 2 Jahre; Arztfragebogen zur Erhebung medizinischer Basisdaten sowie Patientenfragebögen bei Aufnahme, Entlassung und 3 Nachbefragungen (2, 6 und 12 Monate nach Entlassung) zur Erfassung der Beschwerdeintensität, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (SF-36), des Gesundheitsverhaltens, der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, der Arbeitsunfähigkeitstage sowie der Patientenzufriedenheit. Bei Beginn der Intervention: Erhebung soziodemografischer Merkmale und medizinischer Basisdaten, Erfahrungen mit Naturheilverfahren und Behandlungserwartungen. Ergebnisse: 5278 Patienten (83% weiblich, Alter 54,7 ± 11,6 Jahre) mit Diagnosen hauptsächlich aus den Bereichen «Psychovegetatives Erschöpfungssyndrom» (36,8%), «Chronische Rückenerkrankungen» (19,5%) und «Chronische Kopfschmerzen » (11,9%) und medianer Beschwerdedauer von 6 Jahren gingen in die Analysen ein (Rücklauf nach 6 Monaten 80,6%, nach 12 Monaten 73,6%). Die Stärke der Hauptbeschwerde reduzierte sich von anfangs 59 ± 25 um durchschnittlich 25 Punkte bei Entlassung (nach 6 Monaten um 19 Punkte), was einer Effektstärke von 0,86 (0,62 nach 6 Monaten) entspricht. 6 Monate nach Entlassung wies knapp die Hälfte der Patienten einen klinisch relevanten Anstieg der Lebensqualität auf (Summenscores des SF-36 um =5 Punkte erhöht). Die Einnahme von Medikamenten ging zurück, nach dem Klinikaufenthalt waren weniger Arbeitsunfähigkeitstage zu verzeichnen. Die Zufriedenheit der Patienten war durchschnittlich «gut», bezogen auf die Verpflegung in der Klinik war die Zufriedenheit geringer. Eine Subgruppenanalyse bezüglich der Hauptdiagnose der Patienten zeigte unterschiedliche Akzentuierungen im Ergebnisprofil. Schlussfolgerungen: Das Patientenprofil belegt den Bedarf an einer stationären Rehabilitationsmaßnahme und ist der naturheilkundlichen stationären Versorgung vergleichbar. Das Ergebnisprofil belegt an einer repräsentativen Patientenstichprobe, dass die Mehrzahl der Patienten hinsichtlich unterschiedlicher Outcome-Dimensionen von der Maßnahme profitierte und dass dieser Nutzen noch 6-12 Monate nach Entlassung anhielt.

Abstract

Zielsetzung: Darstellung eines Programms zur Evaluation der stationären Patientenversorgung (PEP) mit Naturheilverfahren am Beispiel einer Rehabilitationsfachklinik für Naturheilverfahren mit Schwerpunkt auf Beschreibung der behandelten Patienten und der Ergebnisqualität. Methoden: Prospektive Kohortenstudie aller stationär aufgenommenen Patienten über 2 Jahre; Arztfragebogen zur Erhebung medizinischer Basisdaten sowie Patientenfragebögen bei Aufnahme, Entlassung und 3 Nachbefragungen (2, 6 und 12 Monate nach Entlassung) zur Erfassung der Beschwerdeintensität, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (SF-36), des Gesundheitsverhaltens, der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, der Arbeitsunfähigkeitstage sowie der Patientenzufriedenheit. Bei Beginn der Intervention: Erhebung soziodemografischer Merkmale und medizinischer Basisdaten, Erfahrungen mit Naturheilverfahren und Behandlungserwartungen. Ergebnisse: 5278 Patienten (83% weiblich, Alter 54,7 ± 11,6 Jahre) mit Diagnosen hauptsächlich aus den Bereichen «Psychovegetatives Erschöpfungssyndrom» (36,8%), «Chronische Rückenerkrankungen» (19,5%) und «Chronische Kopfschmerzen » (11,9%) und medianer Beschwerdedauer von 6 Jahren gingen in die Analysen ein (Rücklauf nach 6 Monaten 80,6%, nach 12 Monaten 73,6%). Die Stärke der Hauptbeschwerde reduzierte sich von anfangs 59 ± 25 um durchschnittlich 25 Punkte bei Entlassung (nach 6 Monaten um 19 Punkte), was einer Effektstärke von 0,86 (0,62 nach 6 Monaten) entspricht. 6 Monate nach Entlassung wies knapp die Hälfte der Patienten einen klinisch relevanten Anstieg der Lebensqualität auf (Summenscores des SF-36 um =5 Punkte erhöht). Die Einnahme von Medikamenten ging zurück, nach dem Klinikaufenthalt waren weniger Arbeitsunfähigkeitstage zu verzeichnen. Die Zufriedenheit der Patienten war durchschnittlich «gut», bezogen auf die Verpflegung in der Klinik war die Zufriedenheit geringer. Eine Subgruppenanalyse bezüglich der Hauptdiagnose der Patienten zeigte unterschiedliche Akzentuierungen im Ergebnisprofil. Schlussfolgerungen: Das Patientenprofil belegt den Bedarf an einer stationären Rehabilitationsmaßnahme und ist der naturheilkundlichen stationären Versorgung vergleichbar. Das Ergebnisprofil belegt an einer repräsentativen Patientenstichprobe, dass die Mehrzahl der Patienten hinsichtlich unterschiedlicher Outcome-Dimensionen von der Maßnahme profitierte und dass dieser Nutzen noch 6-12 Monate nach Entlassung anhielt.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of Complementary Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2007
Deposited On:08 Apr 2009 06:46
Last Modified:07 Jul 2016 10:31
Publisher:Karger
ISSN:1661-4119
Publisher DOI:https://doi.org/10.1159/000110581

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