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Schloss Frauenfeld: eine mittelalterliche Burg


Meile, Félicitas (2008). Schloss Frauenfeld: eine mittelalterliche Burg. Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp Medieval, 13(2):69-81.

Abstract

Schloss Frauenfeld beherbergt heute das Historische Museum des Kantons Thurgau. Im 19. Jh. beginnende Forschungen machten die historische Bedeutung des Gebäudes sichtbar und stellten es als Ort der gemeinsamen Geschichte der Thurgauer Bevölkerung dar.

Die zwischen 1230 und 1240 erbaute Burg entstand als eines der ersten Steingebäude einer planmässig angelegten Stadt. Der Turm aus Findlingssteinen mit südlich angefügtem Wohnbau und einem westlichen Hofraum mit Wehrgang war nördlich von einem Burggraben und Ringmauern geschützt. Die im 13. und 14. Jh. erfolgten Erweiterungs- und Umbauten prägen noch heute das äussere Erscheinungsbild mit. Abgesehen vom Turmdach änderte sich für die folgenden 250 Jahre am äusseren Bild wenig. Ein alle zwei Jahre wechselnder Landvogt verwaltete, repräsentierte und wohnte seit 1534 darin. In der ersten Hälfte des 19. Jh. erfolgten eingreifende Veränderungen, welche die Anlage den Bedürfnissen eines staatlichen Verwaltungssitz anpassten.

Als das Schloss schliesslich einem Neubau eines privaten Käufers weichen sollte, solidarisierte sich eine breite Bevölkerungsschicht mit dem alten Gebäude. Erst als Oberrichter Bachmann das Schloss 1867 kaufte, rettete er den Bau vor dem kompletten Abbruch. Mit dem Umbau von 1958–1960 zum Museum wurde angestrebt, das Aussehen des Schlosses auf dasjenige vor dem 19. Jh. zurückzuführen. Im Vorfeld der nächsten Sanierung wird die Museumsnutzung überdacht.

Schloss Frauenfeld beherbergt heute das Historische Museum des Kantons Thurgau. Im 19. Jh. beginnende Forschungen machten die historische Bedeutung des Gebäudes sichtbar und stellten es als Ort der gemeinsamen Geschichte der Thurgauer Bevölkerung dar.

Die zwischen 1230 und 1240 erbaute Burg entstand als eines der ersten Steingebäude einer planmässig angelegten Stadt. Der Turm aus Findlingssteinen mit südlich angefügtem Wohnbau und einem westlichen Hofraum mit Wehrgang war nördlich von einem Burggraben und Ringmauern geschützt. Die im 13. und 14. Jh. erfolgten Erweiterungs- und Umbauten prägen noch heute das äussere Erscheinungsbild mit. Abgesehen vom Turmdach änderte sich für die folgenden 250 Jahre am äusseren Bild wenig. Ein alle zwei Jahre wechselnder Landvogt verwaltete, repräsentierte und wohnte seit 1534 darin. In der ersten Hälfte des 19. Jh. erfolgten eingreifende Veränderungen, welche die Anlage den Bedürfnissen eines staatlichen Verwaltungssitz anpassten.

Als das Schloss schliesslich einem Neubau eines privaten Käufers weichen sollte, solidarisierte sich eine breite Bevölkerungsschicht mit dem alten Gebäude. Erst als Oberrichter Bachmann das Schloss 1867 kaufte, rettete er den Bau vor dem kompletten Abbruch. Mit dem Umbau von 1958–1960 zum Museum wurde angestrebt, das Aussehen des Schlosses auf dasjenige vor dem 19. Jh. zurückzuführen. Im Vorfeld der nächsten Sanierung wird die Museumsnutzung überdacht.

Additional indexing

Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Art History
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:2008
Deposited On:20 Feb 2009 15:24
Last Modified:27 May 2016 12:15
Publisher:Schweizerischer Burgenverein
ISSN:1420-6994
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