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Typenprüfung von Lichtpolymerisationsgeräten II: Stand 1998


Thormann, J; Lutz, F (1999). Typenprüfung von Lichtpolymerisationsgeräten II: Stand 1998. Schweizer Monatsschrift für Zahnmedizin SMfZ, 109(12):1299-1323.

Abstract

DEUTSCH: In der vorliegenden Arbeit wurden 16 verschiedene, auf dem schweizerischen Markt erhältliche Lichtpolymerisationsgeräte in Bezug auf Ausrüstungsmerkmale, Lichtleistung, deren Verteilung am Lichtleiteraustrittsfenster und Gerätekomponenten wie integrierten Radiometer, Timer und Kühlelement getestet. Als Grundlage diente das im ersten Teil dieser Publikation veröffentlichte Prüfungsprotokoll (11/1999). Die Ausrüstungsmerkmale variierten von Gerätetyp zu Gerätetyp. Das Gerät Optilux 500 bot alle nur erdenklichen Features, sodass es im Bereich Ausrüstung als Massstab dienen könnte. Ob all diese möglichen technischen Optionen notwendig sind, sei dem einzelnen Benutzer überlassen. Als wichtige Komponenten können jedoch Timer, Radiometer und Spannungsstabilisator angesehen werden, da sie die Faktoren Bestrahlungszeit und -intensität mit beeinflussen können. Der Strahlungsfluss in Milliwatt bzw. die Strahlungsflussdichte in Milliwatt pro cm2 wurden in zwei für die Polymerisation wichtigen Wellenlängenbereichen gemessen. Die absoluten Werte mit Standardlichtleiter und bei 230 V lagen zwischen 143,4 mW und 389,7 mW im Wellenlängenbereich von 400 bis 520 nm und zwischen 17,7 mW und 41,8 mW im Wellenlängenbereich von 462 bis 472 nm. Die daraus resultierenden spezifischen Leistungen variierten zwischen 268,3 mW/cm2 und 862,6 mW/cm2 im breiten Spektrum von 400 bis 520 nm und zwischen 33,5 mW/cm2 und 95,4 mW/cm2 im schmalen Spektrum von 462 bis 472 nm. Wurden die Standardlichtleiter durch Lichtleiter mit anderen Durchmessern ersetzt, so zeigten Lichtleiter mit grösserem Eintrittsfenster die grössere absolute Leistung, Lichleiter mit kleinerem Austrittsfenster die grössere spezifische Leistung. Turbolichtleiter haben grössere Ein- als Austrittsfenster und vereinten somit beide positiven Effekte in sich. Die Energie verteilte sich nicht gleichmässig über das Lichtleiteraustrittsfenster. Charakteristisch war eine kegelförmige Verteilung mit maximaler Intensiät im Zentrum, die mit zunehmendem Radius abnahm. Entsprechend den spezifischen Leistungswerten zeigten Lichtleiter mit abnehmendem Durchmesser auch homogenere Verteilungsmuster. Nur Turbolichtleiter zeigten schlechtere Verteilungsdiagramme. Wurde die Lichtleistung bei einer Primärspannung von 207 V und 244 V gemessen und mit der Lichtleistung bei 230 V verglichen, zeigte sich, dass nicht alle Geräte einen Stabilisator der Sekundärspannung eingebaut hatten. Nur 9 der 16 getesteten Geräte verfügten über einen integrierten Radiometer. Der Vergleich ihrer spezifischen Messwerte mit den am eigenen Radiometer ermittelten Sollwerten ergab in nur 2 Fällen eine Übereinstimmung. Die durch die Hersteller programmierten Grenzwerte variierten zwischen 70 mW/cm2 und 300 mW/cm2 und lagen damit deutlich zu tief.

ENGLISH: In this study 16 different light curing units, available on the Swiss market, were tested for their features, radiant power and light distribution across the face of the curing tip and components like integrated radiometer, timer and cooling device. The basis of this study was the test protocol published in the november edition (11/1999). The features of the light curing units differed from one another. The Optilux 500 had all conceivable features that it could be designated the standard in features. If all these technical options are necessary has to be decided by the consumer. However, the components such as the timer, radiometer and voltage stabilizer are important because they influence the time of irradiation and the radiant power. The radiant power (mW) i.e., the radiance (mW/cm2) were measured in 2 spectral areas which are important for visible light polymerisation. The absolute values for the standard curing tip at a voltage of 230 V lay between 143.4 and 389.7 mW for the wavelengths between 400-520 nm and between 17.7 and 41.8 mW for the wavelengths between 462-472 nm. The resultant specific radiance values were between 268.3 and 862.6 mW/cm2 in the broad spectrum of 400-520 nm and 33.5 and 95.4 mW/cm2 in the narrow spectrum of 462-472 nm. Where the standard curing tips were replaced by guides with other diameters, tips with larger entrances showed more radiant power, light guides with smaller exits also showed more radiance. Turbo tips have larger entrances than exits and therefore combine both positive effects. The intensity wasn't distributed equally across the face of the curing light guide. Characteristically there was a concentric distribution of the intensity, with the maximum found in the centre and a decrease to the margin. Corresponding to the radiance values, curing light tips with decreasing diameters showed more homogeneous distribution patterns. Only Turbo tips showed worse distribution. Comparing the light intensity at a voltage of 207 V and 244 V to the normal voltage of 230 V it was found that not all curing units had an integrated voltage stabilizer. Just 9 out of the 16 tested units had an integrated radiometer. Comparison of the evaluated radiance values to the values given by the integrated radiometer revealed an agreement in just two cases. The marginal values, programmed by the manufacturer varied between 70 and 300 mw/cm2 and lie therefore, too low.

DEUTSCH: In der vorliegenden Arbeit wurden 16 verschiedene, auf dem schweizerischen Markt erhältliche Lichtpolymerisationsgeräte in Bezug auf Ausrüstungsmerkmale, Lichtleistung, deren Verteilung am Lichtleiteraustrittsfenster und Gerätekomponenten wie integrierten Radiometer, Timer und Kühlelement getestet. Als Grundlage diente das im ersten Teil dieser Publikation veröffentlichte Prüfungsprotokoll (11/1999). Die Ausrüstungsmerkmale variierten von Gerätetyp zu Gerätetyp. Das Gerät Optilux 500 bot alle nur erdenklichen Features, sodass es im Bereich Ausrüstung als Massstab dienen könnte. Ob all diese möglichen technischen Optionen notwendig sind, sei dem einzelnen Benutzer überlassen. Als wichtige Komponenten können jedoch Timer, Radiometer und Spannungsstabilisator angesehen werden, da sie die Faktoren Bestrahlungszeit und -intensität mit beeinflussen können. Der Strahlungsfluss in Milliwatt bzw. die Strahlungsflussdichte in Milliwatt pro cm2 wurden in zwei für die Polymerisation wichtigen Wellenlängenbereichen gemessen. Die absoluten Werte mit Standardlichtleiter und bei 230 V lagen zwischen 143,4 mW und 389,7 mW im Wellenlängenbereich von 400 bis 520 nm und zwischen 17,7 mW und 41,8 mW im Wellenlängenbereich von 462 bis 472 nm. Die daraus resultierenden spezifischen Leistungen variierten zwischen 268,3 mW/cm2 und 862,6 mW/cm2 im breiten Spektrum von 400 bis 520 nm und zwischen 33,5 mW/cm2 und 95,4 mW/cm2 im schmalen Spektrum von 462 bis 472 nm. Wurden die Standardlichtleiter durch Lichtleiter mit anderen Durchmessern ersetzt, so zeigten Lichtleiter mit grösserem Eintrittsfenster die grössere absolute Leistung, Lichleiter mit kleinerem Austrittsfenster die grössere spezifische Leistung. Turbolichtleiter haben grössere Ein- als Austrittsfenster und vereinten somit beide positiven Effekte in sich. Die Energie verteilte sich nicht gleichmässig über das Lichtleiteraustrittsfenster. Charakteristisch war eine kegelförmige Verteilung mit maximaler Intensiät im Zentrum, die mit zunehmendem Radius abnahm. Entsprechend den spezifischen Leistungswerten zeigten Lichtleiter mit abnehmendem Durchmesser auch homogenere Verteilungsmuster. Nur Turbolichtleiter zeigten schlechtere Verteilungsdiagramme. Wurde die Lichtleistung bei einer Primärspannung von 207 V und 244 V gemessen und mit der Lichtleistung bei 230 V verglichen, zeigte sich, dass nicht alle Geräte einen Stabilisator der Sekundärspannung eingebaut hatten. Nur 9 der 16 getesteten Geräte verfügten über einen integrierten Radiometer. Der Vergleich ihrer spezifischen Messwerte mit den am eigenen Radiometer ermittelten Sollwerten ergab in nur 2 Fällen eine Übereinstimmung. Die durch die Hersteller programmierten Grenzwerte variierten zwischen 70 mW/cm2 und 300 mW/cm2 und lagen damit deutlich zu tief.

ENGLISH: In this study 16 different light curing units, available on the Swiss market, were tested for their features, radiant power and light distribution across the face of the curing tip and components like integrated radiometer, timer and cooling device. The basis of this study was the test protocol published in the november edition (11/1999). The features of the light curing units differed from one another. The Optilux 500 had all conceivable features that it could be designated the standard in features. If all these technical options are necessary has to be decided by the consumer. However, the components such as the timer, radiometer and voltage stabilizer are important because they influence the time of irradiation and the radiant power. The radiant power (mW) i.e., the radiance (mW/cm2) were measured in 2 spectral areas which are important for visible light polymerisation. The absolute values for the standard curing tip at a voltage of 230 V lay between 143.4 and 389.7 mW for the wavelengths between 400-520 nm and between 17.7 and 41.8 mW for the wavelengths between 462-472 nm. The resultant specific radiance values were between 268.3 and 862.6 mW/cm2 in the broad spectrum of 400-520 nm and 33.5 and 95.4 mW/cm2 in the narrow spectrum of 462-472 nm. Where the standard curing tips were replaced by guides with other diameters, tips with larger entrances showed more radiant power, light guides with smaller exits also showed more radiance. Turbo tips have larger entrances than exits and therefore combine both positive effects. The intensity wasn't distributed equally across the face of the curing light guide. Characteristically there was a concentric distribution of the intensity, with the maximum found in the centre and a decrease to the margin. Corresponding to the radiance values, curing light tips with decreasing diameters showed more homogeneous distribution patterns. Only Turbo tips showed worse distribution. Comparing the light intensity at a voltage of 207 V and 244 V to the normal voltage of 230 V it was found that not all curing units had an integrated voltage stabilizer. Just 9 out of the 16 tested units had an integrated radiometer. Comparison of the evaluated radiance values to the values given by the integrated radiometer revealed an agreement in just two cases. The marginal values, programmed by the manufacturer varied between 70 and 300 mw/cm2 and lie therefore, too low.

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Other titles:The type testing of light-polymerization equipment, II: the 1998 status
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Center for Dental Medicine > Clinic for Preventive Dentistry, Periodontology and Cariology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:December 1999
Deposited On:11 Feb 2008 12:24
Last Modified:05 Apr 2016 12:19
Publisher:Schweizerische Zahnärzte-Gesellschft
ISSN:0256-2855
Additional Information:Free full text article
Related URLs:http://www.sso.ch/index.cfm?1A549A726D53476A993968DA5BDAF875
PubMed ID:10638256
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-1604

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