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Zurich Open Repository and Archive 

Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-17022

Gnädinger, M; Bösch, E; Marty, F (2008). Dienstkreisfusion – weniger Nächte,weniger Wochenenden: Teil 1: Beanspruchung im Notfalldienst. Primary Care, 8(10):179-181.

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Abstract

Die Dienstkreise Arbon und Romanshorn mit 13 bzw. 10 Ärzten,
durchschnittlich 51 (42–60) Jahre alt (Median, Minimum–Maximum) und für 22 376 bzw. 14 841 Einwohner Notfalldienst leistend, fusionierten am 1. 1. 2007. Der neue Dienstkreis Arbon-Romanshorn misst in der Ost-West-Diagonalen zehn Kilometer, die Ortsmitten sind sieben Kilometer voneinander entfernt. Mit der vorliegenden Studie wollten wir erfassen, wie sich nach der Fusion die Beanspruchung der Notfalldienstärzte durch Patientenkontakte und die Wegzeiten verändert haben und welche Auswirkungen sich auf die Auslastung der Praxen ergaben. Vor der Fusion stellten beide Dienstkreise je einen Notfallarzt. Neu besteht ein gemeinsamer 24-Stunden-Dienst (8.00–8.00 Uhr) durch einen einzigen Arzt. Werktags wird dieser unterstützt durch einen Tagdienst (8.00–18.00 Uhr). Mit der neuen Regelung mussten die Dienstärzte pro Jahr statt 32 noch 16 Nachtdienste und statt zehn noch fünf Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. Vor der Fusion waren werktags 5 (0–26) Notfälle bei praxisfremden Patienten zu bewältigen, nachher im Tagdienst vier (0–34) und im 24-Stunden-Dienst sieben (3–27). Am Wochenende stiegen diese von zehn (3–24) auf 19 (10–38) an. Die Hausbesuche und die Fahrtminuten blieben am Werktag konstant, verdoppelten sich jedoch am Wochenende von einem auf zwei Patienten bzw. von 20 auf 45 Minuten pro Tag. Auch die ärztliche Leistung stieg nur am Wochenende an: 358 vs. 525 Minuten. Im Schnitt mussten die Ärzte pro Nacht 0,6 Telefonate entgegennehmen und 0,9 Mal ausrücken; dies blieb nach der Fusion konstant, obwohl wir eine Verdoppelung erwartet hätten.
Unsere Studie zeigt, dass die Fusion der Dienstkreise Arbon und Romanshorn ohne Probleme erfolgte, dass die Zahl der zu leistenden Nacht- und Wochenenddienste substantiell reduziert und die Auslastung der Praxen im Dienst verbessert werden konnte. Die Fusion erscheint daher als gangbarer Weg, die hausärztliche Versorgung auch im ländlichen oder kleinstädtischen Gebiet sicherzustellen. Bei der kritischen Demographie der Hausärzte ist aber eine genügende Zahl nachfolgender Ärzte unentbehrlich.

Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
DDC:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:27 Feb 2009 09:19
Last Modified:23 Nov 2012 15:40
Publisher:EMH Swiss Medical Publishers
ISSN:1424-3776
Official URL:http://www.primary-care.ch/d/set_archive.html
Citations:Google Scholar™

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