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Medizinisches Callcenter im Nachtdienst, Teil 1: Die Wirkung in Zahlen


Gnädinger, M; Buchwalder, C; Orellano, J; Meer, A (2008). Medizinisches Callcenter im Nachtdienst, Teil 1: Die Wirkung in Zahlen. PrimaryCare, 8(12):229-231.

Abstract

Die Nächte stellen wohl die grösste Belastung für Ärzte1 im Notfalldienst dar, vor allem, nachdem wegen Überalterung Notfallkreise zusammengelegt werden mussten und damit der Druck auf den einzelnen Dienstarzt zugenommen hat.
Die Dienstkreise Frauenfeld und Arbon–Romanshorn mit 30 450
bzw. 37217 Einwohnern untersuchten die Praktikabilität und den Nutzen einer nächtlichen Vortriagierung des Notfalldienstes durch ein medizinisches Callcenter zwischen 22 und 8 Uhr. Die Phase ohne Callcenter dauerte vom 1. 2. bis zum 31. 5. 2007, jene mit vom 1. 6. bis 30. 9. 2007. 35 von 39 Ärzten, 52 (39–65) Jahre alt, nahmen an der Studie teil. 85% aller Notfalldienste wurden erfasst.
Pro Nacht und Dienstkreis wurden in der Vorphase 0,54 Telefonate und 0,73 Einsätze verzeichnet, während der Callcenter-Triagierung 0,37 bzw. 0,64. Ungefähr ein Drittel der nächtlichen Anrufe konnte durch das Callcenter abschliessend beraten werden. An den Notfallstationen unserer kantonalen Spitäler blieb der Anteil der Selbstzuweiser während der Studie konstant (31,0 vs.
31,6%); eine Abwanderung der Notfälle an die öffentlichen Spitäler oder saisonale Schwankungen konnten nicht festgestellt werden.
Unsere Studie zeigt, dass eine Vortriagierung nächtlicher Anrufe im Notfalldienst machbar und sinnvoll ist.

Die Nächte stellen wohl die grösste Belastung für Ärzte1 im Notfalldienst dar, vor allem, nachdem wegen Überalterung Notfallkreise zusammengelegt werden mussten und damit der Druck auf den einzelnen Dienstarzt zugenommen hat.
Die Dienstkreise Frauenfeld und Arbon–Romanshorn mit 30 450
bzw. 37217 Einwohnern untersuchten die Praktikabilität und den Nutzen einer nächtlichen Vortriagierung des Notfalldienstes durch ein medizinisches Callcenter zwischen 22 und 8 Uhr. Die Phase ohne Callcenter dauerte vom 1. 2. bis zum 31. 5. 2007, jene mit vom 1. 6. bis 30. 9. 2007. 35 von 39 Ärzten, 52 (39–65) Jahre alt, nahmen an der Studie teil. 85% aller Notfalldienste wurden erfasst.
Pro Nacht und Dienstkreis wurden in der Vorphase 0,54 Telefonate und 0,73 Einsätze verzeichnet, während der Callcenter-Triagierung 0,37 bzw. 0,64. Ungefähr ein Drittel der nächtlichen Anrufe konnte durch das Callcenter abschliessend beraten werden. An den Notfallstationen unserer kantonalen Spitäler blieb der Anteil der Selbstzuweiser während der Studie konstant (31,0 vs.
31,6%); eine Abwanderung der Notfälle an die öffentlichen Spitäler oder saisonale Schwankungen konnten nicht festgestellt werden.
Unsere Studie zeigt, dass eine Vortriagierung nächtlicher Anrufe im Notfalldienst machbar und sinnvoll ist.

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Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:27 Feb 2009 08:28
Last Modified:15 Jul 2016 09:00
Publisher:EMH Swiss Medical Publishers
ISSN:1424-3776
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Official URL:http://www.primary-care.ch/d/set_archive.html
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-17035

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