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Zu welcher Tageszeit sehen Hausärzte die meisten Notfälle?


Gnädinger, M; Marty, F (2008). Zu welcher Tageszeit sehen Hausärzte die meisten Notfälle? PrimaryCare, 8(14):283-284.

Abstract

Der hausärztliche Notfalldienst ist im Umbruch. Neue Versorgungsmodelle werden diskutiert. Um solche Umstrukturierungen planen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie viele Notfälle zu welchen Tagszeiten vom Notfallarzt gesehen werden. Der Dienstkreis Arbon–Romanshorn mit 37217 Einwohnern1 hat seit dem 1. 1. 2007 ein Versorgungsmodell mit einem 24-Stunden-Dienst und einem Tagdienst. Die Daten aus früheren Studien wurden von uns neu aufgeschlüsselt, um eine Aussage über die tageszeitlichen Frequenzen im Notfalldienst machen zu können. Vom 1. 1. 2007 bis am 30. 9. 2007 meldeten die diensttuenden Praxen studienhalber ihre Notfälle. 19 von 23 Ärzten, 51 (42–60) Jahre alt (Median, Minumum–Maximum), nahmen an der Studie teil. 80 bis 87% aller Notfalldienste wurden erfasst. Es finden im Dienstkreis Arbon–Romanshorn werktags bei fremden Patienten täglich 14,2 Notfallberatungen statt, davon 11,2 (beide Dienste) zwischen 8 und 18 Uhr, 2,2 zwischen 18 und 22 Uhr sowie 0,8 zwischen 22 und 8 Uhr. Würde man auch die Notfälle bei eigenen Patienten und die übrigen hausärztlichen Praxen im Dienstkreis einrechnen, müsste man werktags von 183,6 Notfallpatienten ausgehen, 180,6 tagsüber, 2,2 abends
und 0,8 nachts.
Unsere Studie zeigt, dass auch im Notfalldienst die allerwenigsten Notfälle nachts gesehen werden und dass die hausärztlichen Praxen den Hauptharst der anfallenden Notfallberatungen übernehmen und diese Patienten so ausserhalb des Notfalldienstes betreuen.

Der hausärztliche Notfalldienst ist im Umbruch. Neue Versorgungsmodelle werden diskutiert. Um solche Umstrukturierungen planen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie viele Notfälle zu welchen Tagszeiten vom Notfallarzt gesehen werden. Der Dienstkreis Arbon–Romanshorn mit 37217 Einwohnern1 hat seit dem 1. 1. 2007 ein Versorgungsmodell mit einem 24-Stunden-Dienst und einem Tagdienst. Die Daten aus früheren Studien wurden von uns neu aufgeschlüsselt, um eine Aussage über die tageszeitlichen Frequenzen im Notfalldienst machen zu können. Vom 1. 1. 2007 bis am 30. 9. 2007 meldeten die diensttuenden Praxen studienhalber ihre Notfälle. 19 von 23 Ärzten, 51 (42–60) Jahre alt (Median, Minumum–Maximum), nahmen an der Studie teil. 80 bis 87% aller Notfalldienste wurden erfasst. Es finden im Dienstkreis Arbon–Romanshorn werktags bei fremden Patienten täglich 14,2 Notfallberatungen statt, davon 11,2 (beide Dienste) zwischen 8 und 18 Uhr, 2,2 zwischen 18 und 22 Uhr sowie 0,8 zwischen 22 und 8 Uhr. Würde man auch die Notfälle bei eigenen Patienten und die übrigen hausärztlichen Praxen im Dienstkreis einrechnen, müsste man werktags von 183,6 Notfallpatienten ausgehen, 180,6 tagsüber, 2,2 abends
und 0,8 nachts.
Unsere Studie zeigt, dass auch im Notfalldienst die allerwenigsten Notfälle nachts gesehen werden und dass die hausärztlichen Praxen den Hauptharst der anfallenden Notfallberatungen übernehmen und diese Patienten so ausserhalb des Notfalldienstes betreuen.

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Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:27 Feb 2009 08:35
Last Modified:15 Jul 2016 09:00
Publisher:EMH Swiss Medical Publishers
ISSN:1424-3776
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Official URL:http://www.primary-care.ch/d/set_archive.html
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-17041

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