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Den guten Ruf professionell managen


Nix, P; Schnöring, S; Siegert, G (2009). Den guten Ruf professionell managen. Harvard Business Manager, (1):8-11.

Abstract

Ob Finanzprobleme, Bestechung oder Bilanzskandal - die Reputation eines
Unternehmens nimmt leicht Schaden. Kommunikationsabteilungen sollten
darauf vorbereitet sein. Doch eine Studie zeigt: Strategische Planung findet
bei vielen nicht statt.
In Unternehmen wird mehr kommuniziert denn je: Über 30 Milliarden Euro flossen im Jahr 2007 in
den deutschen Werbemarkt; 90 Prozent ihrer Zeit verbringen Manager mit kommunikativen
Tätigkeiten. Angesichts dieser Zahlen mutet die Frage "Haben Sie eine Kommunikationsstrategie?"
rhetorisch, wenn nicht gar naiv an. Wir haben sie trotzdem gestellt - und in einer Studie Antworten
bekommen, die zeigen, dass für Unternehmen der strategische Umgang mit ihrer Außenwirkung
keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist.
Unsere onlinebasierte Expertenumfrage zur Situation des Kommunikationsmanagements ging im
Jahr 2008 an die Leiter der Unternehmenskommunikation in den 400 umsatzstärksten Konzernen
Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie, an der
rund 15 Prozent der Angeschriebenen teilnahmen, von der Universität Zürich. Im Zentrum unserer
Forschungen stand die Frage: Wie strategisch managen Unternehmen ihre Kommunikation?
Einig sind sich die befragten Experten darin, dass eine gute Reputation elementar für den
nachhaltigen Unternehmenserfolg ist. So glauben 88 Prozent, dass die
Unternehmenskommunikation den Ruf ihres Hauses sehr stark oder stark beeinflusst; 68 Prozent
halten auch deren Auswirkungen auf den Wert ihres Unternehmens für hoch bis sehr hoch. Ein
guter Ruf ist bares Geld wert: Zu den fünf wichtigsten immateriellen Vermögensgegenständen
eines Unternehmens zählen nach Ansicht der Experten Kundenzufriedenheit, Reputation, Marke,
Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenskultur - weit vor Patenten und Lizenzen. Um sie sinnvoll
zu steuern und zu beeinflussen, braucht es eine strategisch denkende Kommunikationsabteilung.
Doch Konsequenzen aus dieser Erkenntnis ziehen nur wenige: Auf die großen Reputationsrisiken
wie Bilanzskandale, Betrug, Bestechung oder Produktfehler (siehe Grafik Seite 10) ist nur ein Teil
der Kommunikationsverantwortlichen ausreichend vorbereitet.

Ob Finanzprobleme, Bestechung oder Bilanzskandal - die Reputation eines
Unternehmens nimmt leicht Schaden. Kommunikationsabteilungen sollten
darauf vorbereitet sein. Doch eine Studie zeigt: Strategische Planung findet
bei vielen nicht statt.
In Unternehmen wird mehr kommuniziert denn je: Über 30 Milliarden Euro flossen im Jahr 2007 in
den deutschen Werbemarkt; 90 Prozent ihrer Zeit verbringen Manager mit kommunikativen
Tätigkeiten. Angesichts dieser Zahlen mutet die Frage "Haben Sie eine Kommunikationsstrategie?"
rhetorisch, wenn nicht gar naiv an. Wir haben sie trotzdem gestellt - und in einer Studie Antworten
bekommen, die zeigen, dass für Unternehmen der strategische Umgang mit ihrer Außenwirkung
keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist.
Unsere onlinebasierte Expertenumfrage zur Situation des Kommunikationsmanagements ging im
Jahr 2008 an die Leiter der Unternehmenskommunikation in den 400 umsatzstärksten Konzernen
Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie, an der
rund 15 Prozent der Angeschriebenen teilnahmen, von der Universität Zürich. Im Zentrum unserer
Forschungen stand die Frage: Wie strategisch managen Unternehmen ihre Kommunikation?
Einig sind sich die befragten Experten darin, dass eine gute Reputation elementar für den
nachhaltigen Unternehmenserfolg ist. So glauben 88 Prozent, dass die
Unternehmenskommunikation den Ruf ihres Hauses sehr stark oder stark beeinflusst; 68 Prozent
halten auch deren Auswirkungen auf den Wert ihres Unternehmens für hoch bis sehr hoch. Ein
guter Ruf ist bares Geld wert: Zu den fünf wichtigsten immateriellen Vermögensgegenständen
eines Unternehmens zählen nach Ansicht der Experten Kundenzufriedenheit, Reputation, Marke,
Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenskultur - weit vor Patenten und Lizenzen. Um sie sinnvoll
zu steuern und zu beeinflussen, braucht es eine strategisch denkende Kommunikationsabteilung.
Doch Konsequenzen aus dieser Erkenntnis ziehen nur wenige: Auf die großen Reputationsrisiken
wie Bilanzskandale, Betrug, Bestechung oder Produktfehler (siehe Grafik Seite 10) ist nur ein Teil
der Kommunikationsverantwortlichen ausreichend vorbereitet.

Additional indexing

Other titles:Managing reputation professionally
Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Mass Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Uncontrolled Keywords:Finanzprobleme, Unternehmen, Kommunikation, Unternehmenkommunikation, Reputation
Language:German
Date:2009
Deposited On:29 Oct 2009 12:41
Last Modified:05 Apr 2016 13:21
Publisher:Manager Magazin Verlagsgesellschaft
ISSN:0945-6570
Official URL:http://wissen.harvardbusinessmanager.de/wissen/leseprobe/62546216/artikel.html

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