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Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-27492

Eschmann, S. Entwicklungspsychopathologische Faktoren und Verläufe bei Heranwachsenden. 2009, University of Zurich, Faculty of Arts.

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Abstract

Im Rahmen der vorliegenden kumulativen Dissertation wurden entwicklungspsychopathologische Faktoren und Verläufe bei Heranwachsenden beleuchtet, um einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der komplexen Entwicklung in der Adoleszenz zu leisten. In diesem Zusammenhang erfolgte im ersten, epidemiologischen Teilprojekt eine systematische Literaturübersicht zu den Prävalenzen psychischer Störungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahren auf der Basis epidemiologischer Studien des Zeitraums von 1987 bis 2004. Weiter wurden in den folgenden zwei empirischen Teilprojekten auf der Basis von einer für den Kanton Zürich repräsentativen Längsschnittstudie die Entwicklungsverläufe von internalisierenden Problemen und Selbstwert sowie von problematischem Substanzkonsum über drei Messzeitpunkte vom Jugendalter bis ins junge Erwachsenenalter (bis 25 Jahre) analysiert. Im Rahmen der Literaturübersicht zeigte sich, dass mindestens jede siebte heranwachsende Person von psychischen Störungen mit Beeinträchtigung der Funktionstüchtigkeit betroffen ist, mit unterschiedlichem Verlauf verschiedener psychischer Störungen für die beiden Geschlechter. Von subklinischen internalisierenden Problemen sind sogar rund 30 Prozent der Jugendlichen mit einem starken Zusammenhang zum Selbstwert tangiert, bei weiblichen Jugendlichen mit einem sehr starken Zusammenhang. Von problematischem Substanzkonsum ist bis zum jungen Erwachsenenalter fast die Hälfte aller jungen Erwachsenen betroffen, begleitet von externalisierenden Verhaltensproblemen und problemmeidendem Verhalten. Für die Behandlung und Prävention klinischer Störungen und subklinischer Probleme im Jugendalter sind altersspezifische Methoden wichtig. In der Kindheit und frühen Adoleszenz ist ein Fokus auf wahrgenommenes elterliches Erziehungsverhalten empfehlenswert, bei älteren Heranwachsenden sollten jedoch schulbezogene Faktoren und Peerbeziehungen stärker im Zentrum stehen. Bei weiblichen Jugendlichen wird bei der Behandlung und Prävention ein zusätzlicher Fokus auf internalisierende Probleme und einen tiefen Selbstwert empfohlen. Bei problematischem Substanzkonsum sollte hingegen unabhängig vom Geschlecht die Schwerpunktsetzung bei externalisierenden Verhaltensproblemen und problemmeidendem Verhalten liegen. Für das weitere vertiefte Verständnis von entwicklungspsychopathologischen Faktoren sind zusätzliche Studien von Interesse, speziell mit einem Fokus auf kompensatorische und protektive Faktoren.

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Item Type:Dissertation
Referees:Steinhausen H C, Maerker A
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Center for Child and Adolescent Psychiatry
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2009
Deposited On:03 Feb 2010 08:44
Last Modified:08 Mar 2013 15:59
Number of Pages:148
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F?func=direct&local_base=NEBIS&doc_number=005948511

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