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Zurich Open Repository and Archive

Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-31037

Gygax, N. Laparoskopische Sakropexie – Machbarkeit, perioperatives Outcome und Kurzzeitkomplikationen von 99 an der Frauenklinik Kantonsspital Aarau operierten Patientinnen. 2009, University of Zurich, Faculty of Medicine.

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Abstract

Einleitung, Fragestellung: Laut einem Cochrane Review von 2004 gilt die Abdominale Sakropexie als Golden Standard zur operativen Behebung des apikal isolierten oder kombinierten Defekts. Diese invasive Technik, welche mit hoher Morbidität und langer Rekonvaleszenzzeit verbunden ist, konnte sich jedoch trotz gutem Outcome nicht durchsetzen. Nun steht mit der laparoskopischen Sakropexie eine neue Methode zur Verfügung, welche unserer Meinung nach ein gutes Outcome mit geringer Morbidität und kurzer
Rekonvaleszenz verbindet. In der vorliegenden prospektiven Studie legen wir das Augenmerk auf die Machbarkeit, das perioperative Outcome und die Kurzzeitkomplikationen.

Material und Methoden: Rekrutiert wurden die Patientinnen aus der urogynäkologischen Spezialsprechstunde am Kantonsspital Aarau. In die Studie eingeschlossen wurden alle Patientinnen mit einem symptomatischen Prolaps
des apikalen Kompartimentes mit und ohne Beteiligung anderer Kompartimente. Durchgeführt wurde eine standardisierte präoperative Abklärung inklusive
Urodynamik und Perinealsonographie, POP-Q Evaluation der Anatomie sowie prä- und postoperativ standardisierte Befragung durch unser Urogynäkologieteam. Die Operation erfolgte ebenfalls standardisiert durch zwei Operateure. Ein Teil der Patientinnen wurde kombiniert mit TVT-O® oder
Kolpoperineoplastik operiert, alle Patientinnen welche noch einen Uterus hatten.

Resultate: Insgesamt wurden 99 Patientinnen operiert. Davon erhielten 32, also ca. 1/3 eine einfache laparoskopische Sakropexie (ohne Hysterektomie und ohne TVT-O®. Dreimal musste intraoperativ zur offenen bzw. vaginalen Methode konvertiert werden. Die durchschnittliche OP-Dauer lag bei 152 Minuten. Einen Zusammenhang zwischen längerer Operationszeit und Adipositas konnte nicht belegt werden.
Der intraoperative Blutverlust lag bei 83% der Patientinnen unter 100 ml. Dreimal trat eine Rektumläsion auf, wobei einmal eine zweizeitige low anterior resection vorgenommen werden musste. Postoperativ musste eine Patientin auf die Intensivstation verlegt werden, bei einer bereits präoperativ bekannten Herzproblematik.

Diskussion: Bis anhin gibt es nur wenige Studien zur laparoskopischen Sakropexie. Diese vorhandenen Studien sind jedoch retrospektiv oder umfassen nur kleine Patientenkollektive. Die vorliegende Studie wurde prospektiv angelegt und umfasst ein grosses Patientengut. Es hat eine standardisierte Erfassung prä-/ peri- und postoperativer Daten stattgefunden und zudem ist durch nur zwei Operateure eine zusätzliche Standardisierung vorhanden. Dies und die Ergebnisse des peri- und
postoperativen Outcomes lassen den Schluss zu, dass es die laparoskopische Methode durchaus mit der abdominalen aufnehmen kann. Die intraoperative Darstellbarkeit und Präparation ist, bedingt durch die Verwendung der Winkeloptik und das Pneumoperitoneum, einfacher. Dies
insbesondere bei adipösen Patientinnen. Die durch die Kritiker hervorgehobene längere Operationszeit als beim
abdominalen Vorgehen trifft für unsere Studie nicht zu.
Allerdings braucht es für diese Operationstechnik erfahrene Operateure. Bis heute existiert aber noch kein randomisierter Vergleich der laparoskopischen mit der abdominalen Methodik.

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Item Type:Dissertation
Referees:Schär G, Fink D
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Gynecology
DDC:610 Medicine & health
Language:German
Date:13 May 2009
Deposited On:23 Feb 2010 08:19
Last Modified:09 Oct 2013 11:11
Number of Pages:48

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