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Systematische Desensibilisierung


Maercker, Andreas; Weike, A (2009). Systematische Desensibilisierung. In: Margraf, J; Schneider, S. Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Heidelberg: Springer, 507-514.

Abstract

Die von Wolpe (1958) entwickelte Methode der systematischen Desensibilisierung ist eine verhaltenstherapeutische Standardmethode zum Abbau belastender emotionaler Reaktionen, insbesondere von Situations- oder Objekt-gebundenen Ängsten. Der praktische Ablauf der systematischen Desensibilisierung ist übersichtlich strukturiert: Mittels einer Verhaltensanalyse werden die Angst-relevanten Situationen eines Patienten exploriert und dann bezüglich ihres subjektiven Erregungsgrades aufsteigend in Form einer Angsthierarchie geordnet. Außerdem erlernt der Patient ein Entspannungsverfahren, zumeist die progressive Muskelentspannung nach Jacobson (vgl. Kap. 25). Die eigentliche Therapie besteht in einem ständigen Wechsel von Entspannungssequenzen und dem Vorstellen der angstbesetzten Situationen. Jede Angstsituation (»Angst-Item«) der Hierarchie wird dabei solange wiederholt, bis der Patient keine Anzeichen subjektiver Erregung mehr bei sich beobachtet. Die systematische Desensibilisierung hat sich in kontrollierten Studien als wirksam herausgestellt, allerdings konnten weder das ursprünglich postulierte Erklärungsprinzip (reziproke Hemmung) noch die Notwendigkeit aller Therapiebestandteile (graduierte Hierarchie, Entspannung) verifiziert werden.

Die von Wolpe (1958) entwickelte Methode der systematischen Desensibilisierung ist eine verhaltenstherapeutische Standardmethode zum Abbau belastender emotionaler Reaktionen, insbesondere von Situations- oder Objekt-gebundenen Ängsten. Der praktische Ablauf der systematischen Desensibilisierung ist übersichtlich strukturiert: Mittels einer Verhaltensanalyse werden die Angst-relevanten Situationen eines Patienten exploriert und dann bezüglich ihres subjektiven Erregungsgrades aufsteigend in Form einer Angsthierarchie geordnet. Außerdem erlernt der Patient ein Entspannungsverfahren, zumeist die progressive Muskelentspannung nach Jacobson (vgl. Kap. 25). Die eigentliche Therapie besteht in einem ständigen Wechsel von Entspannungssequenzen und dem Vorstellen der angstbesetzten Situationen. Jede Angstsituation (»Angst-Item«) der Hierarchie wird dabei solange wiederholt, bis der Patient keine Anzeichen subjektiver Erregung mehr bei sich beobachtet. Die systematische Desensibilisierung hat sich in kontrollierten Studien als wirksam herausgestellt, allerdings konnten weder das ursprünglich postulierte Erklärungsprinzip (reziproke Hemmung) noch die Notwendigkeit aller Therapiebestandteile (graduierte Hierarchie, Entspannung) verifiziert werden.

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Item Type:Book Section, not refereed, further contribution
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:textbook
Language:German
Date:2009
Deposited On:19 Feb 2010 12:31
Last Modified:05 Apr 2016 13:59
Publisher:Springer
Number:Band 1: Grundlagen, Diagnostik, Verfahren, Rahmenbedingungen
ISBN:978-3-540-79540-7 (Print) 978-3-540-79541-4 (Online)
Additional Information:3., vollständig bearbeitete und erweiterte Auflage
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-540-79541-4_31
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=005740037

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