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Zurich Open Repository and Archive

Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-31788

Steurer-Stey, C; Rosemann, T (2009). Willkommen im Medical Home! Das «Patientenzentrierte medizinische Zuhause»: Ein zukunftsträchtiges Konzept in der Grundversorgung. Care Management, 2(4):6-9.

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Abstract

In der Hausarztmedizin klafft die Schere zwischen
Qualitätssteigerung und knapper werdenden Ressourcen
immer weiter auseinander. Zur Überbrückung
dieser Diskrepanz bietet sich das «Patientenzentrierte
medizinische Zuhause» als Versorgungsmodell an.
Dabei unterstützen klinische Informationssysteme
die Ärzte und verbessern so die Betreuungsmöglichkeiten
ihrer Patienten nachhaltig.
Patientenzentrierte Betreuung erhält in der Diskussion
über effizientere Versorgungsstrukturen zunehmend an Gewicht.
Bereits 1998 wurde in Salzburg eine Vision für ein
patientenzentriertes Gesundheitssystem entwickelt [1]. In
dieser «idealen Welt» ist das Patient-Arzt-Verhältnis durch
computerbasierte Anleitungen und Kommunikationssysteme
ergänzt. Krankengeschichten sind internetbasiert
und den richtigen Personen zur richtigen Zeit verfügbar.
Patienten erstellen regelmässige Erfahrungsberichte, die
dann den Ärzten rückgemeldet werden, damit diese ihre
Betreuung entsprechend anpassen können. Patienten und
Ärzte gehen einen Vertrag über die Qualität der Betreuung
ein, der angemessene Ziele für die Patienten und ihre
Krankheiten definiert. Ein anderes Attribut dieser Vision
ist die engere Zusammenarbeit zwischen Gesellschaft und
Gesundheitssystem. Zudem sind Patientenfürsprecher
auch im Finanzierungsprozess der Gesundheitsversorgung
vertreten.
Während in der Definition einer patientenzentrierten
Versorgung inzwischen gute Übereinstimmung besteht,
herrscht weniger Klarheit über die Kriterien, die die hausärztliche
Grundversorgung aufweisen soll, um als patientenzentriert
gelten zu können. Vor fast 30 Jahren beschrieb
Malcolm Peterson im Namen des American College of
Physicians vier notwendige Attribute hausärztlicher
Versorgung. Sie sollte zugänglich, umfassend, koordiniert
und kontinuierlich sein [2]. Das Institute of Medicine
(IOM) zählt die auf die Bedürfnisse der Patienten
zentrierten Versorgung zu einer der sechs wichtigsten
Domänen für eine Qualitätsverbesserung [3] und macht
auf die zunehmende Kluft zwischen der Art der Betreuung,
die Patientinnen und Patienten erhalten und die sie
erhalten sollten sowie auf notwendige Veränderungen im
Versorgungssystem aufmerksam.
Ein prominentes Modell für eine solche Veränderung, das
grosse Beachtung und Erwähnung erfährt, ist das «Patient
Centered Medical Home» (PCMH), das im Folgenden
erläutert wird.

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Additional indexing

Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
DDC:610 Medicine & health
Language:German
Date:2009
Deposited On:17 Mar 2010 14:27
Last Modified:23 Nov 2012 14:48
Publisher:EMH Swiss Medical Publishers
ISSN:1662-5404
Related URLs:http://www.care-management.emh.ch/d/set_archive.html (Publisher)

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