Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-32611
Unterweger, G (2009). «Dass es ein Ding gibt dazwischen». Die Balance zwischen Geld sparen und Geld ausgeben als kulturelle Strategie. Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 105(2):127-151.
| PDF 1101Kb |
Abstract
Geld wurde als kultur- und sozialwissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand lange Zeit beinahe ignoriert und den Wirtschaftswissenschaften überlassen. Erst seit den 1990er-Jahren ist es als sozial und kulturell eingebettetes Phänomen wieder vermehrt ins Blickfeld geraten. Dieser Beitrag widmet sich auf Grundlage einer qualitativen, interviewbasierten Forschung zum Thema Umgang mit Geld der sorgfältig moderierten Balance zwischen Geld einnehmen, sparen und ausgeben. Er befasst sich insbesondere mit der Frage, wie diese Handlungsweisen normativ aufgeladen werden. Die in den Interviews dominant zum Ausdruck kommende Handlungsnorm ist diejenige eines gemässigt-sparsamen Umgangs mit Geld. Gleichzeitig sind Konsum und Sich-etwas-Gönnen positiv besetzt, exzessiver Konsum hingegen wird beargwöhnt. Diese sehr verbreiteten Mittelschicht-Praktiken und -Normen werden als Grundpfeiler einer übergeordneten entdramatisierenden Geld-Strategie interpretiert, die das Geld in seiner Bedeutsamkeit tendenziell tief halten möchte, um die bedrohliche Abhängigkeit von Geld zu meistern.
| Item Type: | Journal Article, not refereed, original work |
|---|---|
| Communities & Collections: | 06 Faculty of Arts > Institute of Popular Culture Studies |
| DDC: | 790 Sports, games & entertainment 390 Customs, etiquette & folklore |
| Language: | German |
| Date: | 2009 |
| Deposited On: | 02 Mar 2010 15:02 |
| Last Modified: | 23 Nov 2012 13:35 |
| Publisher: | Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde |
| ISSN: | 0036-794X |
| Official URL: | http://www.volkskunde.ch |
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