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Ökologische Governance. Zwangsumsiedlung und Rechtspluralismus im (post-)kolonialen Indien


Randeria, Shalini (2009). Ökologische Governance. Zwangsumsiedlung und Rechtspluralismus im (post-)kolonialen Indien. Femina Politica, 18(2):41-51.

Abstract

Die neue Sprache und politische Umsetzung einer globalisierten ökologischen Governance weist eine komplexe koloniale Genealogie auf. Die vorliegende Fallstudie zeichnet die postkolonialen Kontinuitäten und Verschiebungen in der Erhaltung von Biodiversität und geschützten Tierarten in Indien im Zuge von durch die Regierung veranlasste und durch Dokumente belegte Zwangsmaßnahmen nach. Anhand von ethnographischem Material aus dem Gir-Nationalpark werden die doppelten Prozesse von nature-making und state-building von den sozialen und territorialen Rändern des Staates her analysiert. Diese willkürlichen und repressiven Praktiken basieren auf einem komplexen Zusammenspiel von nationalen Gesetzen, Kreditvergabebedingungen der Weltbank und verschiedenen Formen internationaler Normen, die von lokalen Nichtregierungsorganisationen im Bereich der Menschenrechte und des Umweltschutzes eingefordert werden. Aus feministisch-postkolonialer Perspektive werden einige Dilemmata der Dekolonisierung der Imagination innerhalb des globalen Südens in Zusammenhang mit der Globalisierung des Rechts aufgezeigt.

Die neue Sprache und politische Umsetzung einer globalisierten ökologischen Governance weist eine komplexe koloniale Genealogie auf. Die vorliegende Fallstudie zeichnet die postkolonialen Kontinuitäten und Verschiebungen in der Erhaltung von Biodiversität und geschützten Tierarten in Indien im Zuge von durch die Regierung veranlasste und durch Dokumente belegte Zwangsmaßnahmen nach. Anhand von ethnographischem Material aus dem Gir-Nationalpark werden die doppelten Prozesse von nature-making und state-building von den sozialen und territorialen Rändern des Staates her analysiert. Diese willkürlichen und repressiven Praktiken basieren auf einem komplexen Zusammenspiel von nationalen Gesetzen, Kreditvergabebedingungen der Weltbank und verschiedenen Formen internationaler Normen, die von lokalen Nichtregierungsorganisationen im Bereich der Menschenrechte und des Umweltschutzes eingefordert werden. Aus feministisch-postkolonialer Perspektive werden einige Dilemmata der Dekolonisierung der Imagination innerhalb des globalen Südens in Zusammenhang mit der Globalisierung des Rechts aufgezeigt.

Additional indexing

Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:08 University Research Priority Programs > Asia and Europe
06 Faculty of Arts > Department of Social Anthropology and Cultural Studies
Dewey Decimal Classification:390 Customs, etiquette & folklore
950 History of Asia
300 Social sciences, sociology & anthropology
790 Sports, games & entertainment
180 Ancient, medieval & eastern philosophy
Date:2009
Deposited On:17 Mar 2010 11:22
Last Modified:04 May 2016 09:08
Publisher:Verlag Barbara Budrich
ISSN:1433-6359
Official URL:http://www.femina-politica.de

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