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Was ist ein typischer Arbeiter? Stereotype über soziale Schichten


Rössel, J; Pape, S (2010). Was ist ein typischer Arbeiter? Stereotype über soziale Schichten. Gruppendynamik und Organisationsberatung, 41(1):57-71.

Abstract

Akteure nehmen in Interaktionen immer wieder soziale Kategorisierungen von anderen Personen vor und aktivieren die entsprechenden Stereotypen über diese Kategorien. Sowohl in der Sozialpsychologie als auch in der Soziologie fokussiert allerdings die Forschung auf die Untersuchung askriptiver Sozialkategorien, während Konzepte wie Klasse und Schicht weitgehend ausgeblendet bleiben. In diesem Aufsatz wird argumentiert, dass diese Kategorien in der Bevölkerung weithin bekannt und mental zugänglich sind sowie in entsprechenden Situationen auch aktiviert werden. Damit sind sie auch für die Orientierung in alltäglichen Interaktionssituationen relevant. Auf der Grundlage einer Onlineumfrage wird demonstriert, dass die Stereotypkontraste zwischen verschiedenen sozialen Schichten vor allem durch sozioökonomische Merkmale sowie durch hochkulturelle Lebensstilmerkmale bestimmt werden, während Persönlichkeitsmerkmale eine geringere Bedeutung aufweisen.

Akteure nehmen in Interaktionen immer wieder soziale Kategorisierungen von anderen Personen vor und aktivieren die entsprechenden Stereotypen über diese Kategorien. Sowohl in der Sozialpsychologie als auch in der Soziologie fokussiert allerdings die Forschung auf die Untersuchung askriptiver Sozialkategorien, während Konzepte wie Klasse und Schicht weitgehend ausgeblendet bleiben. In diesem Aufsatz wird argumentiert, dass diese Kategorien in der Bevölkerung weithin bekannt und mental zugänglich sind sowie in entsprechenden Situationen auch aktiviert werden. Damit sind sie auch für die Orientierung in alltäglichen Interaktionssituationen relevant. Auf der Grundlage einer Onlineumfrage wird demonstriert, dass die Stereotypkontraste zwischen verschiedenen sozialen Schichten vor allem durch sozioökonomische Merkmale sowie durch hochkulturelle Lebensstilmerkmale bestimmt werden, während Persönlichkeitsmerkmale eine geringere Bedeutung aufweisen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:2010
Deposited On:23 Mar 2010 14:58
Last Modified:05 Apr 2016 14:04
Publisher:VS - Verlag für Sozialwissenschaften
ISSN:1618-7849
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s11612-010-0101-z
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-33065

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