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Vormoderne ostasiatische Naturbegriffe und ihre ethische Bedeutung


Steineck, Raji C (2010). Vormoderne ostasiatische Naturbegriffe und ihre ethische Bedeutung. In: Fischer, M. Die Kulturabhängigkeit von Begriffen. Frankfurt a.M.: Peter Lang, 27-36.

Abstract

Fragen über den Begriff der Natur und über das Verhältnis des Menschen zu ihr sind dringlich, weil sie immer auch Teil einer normativen Selbstverständigung der Menschen über erlaubtes bzw. gebotenes Handeln sind. Ein derartiger, normativer Diskurs schließt nicht nur semantische, sondern auch pragmatische und syntaktische Vorschriften ein. Die entsprechenden Dimensionen sind explizit zu machen. Diese Forderung sollte für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen wie vergangenen Naturvorstellungen gelten. Die in schriftlichen Elaboraten überlieferte Naturvorstellung des japanischen Altertums steht in mancher Hinsicht in einem deutlichen Kontrast zu der Vorstellung von Natur, die aus der modernen Naturwissenschaft abgeleitet wird. Sie kann daher zur Illustration der Bedingtheit moderner Vorstellungen dienen. Auffällig ist insbesondere, dass Natur im japanischen Altertum in Gänze als belebt und kommunikativ ansprechbar gedacht wird. Die Kommunikation ist dabei – ebenso wie moderne Methoden des Naturumgangs – auf Beherrschung ausgerichtet.

Fragen über den Begriff der Natur und über das Verhältnis des Menschen zu ihr sind dringlich, weil sie immer auch Teil einer normativen Selbstverständigung der Menschen über erlaubtes bzw. gebotenes Handeln sind. Ein derartiger, normativer Diskurs schließt nicht nur semantische, sondern auch pragmatische und syntaktische Vorschriften ein. Die entsprechenden Dimensionen sind explizit zu machen. Diese Forderung sollte für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen wie vergangenen Naturvorstellungen gelten. Die in schriftlichen Elaboraten überlieferte Naturvorstellung des japanischen Altertums steht in mancher Hinsicht in einem deutlichen Kontrast zu der Vorstellung von Natur, die aus der modernen Naturwissenschaft abgeleitet wird. Sie kann daher zur Illustration der Bedingtheit moderner Vorstellungen dienen. Auffällig ist insbesondere, dass Natur im japanischen Altertum in Gänze als belebt und kommunikativ ansprechbar gedacht wird. Die Kommunikation ist dabei – ebenso wie moderne Methoden des Naturumgangs – auf Beherrschung ausgerichtet.

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Asian and Oriental Studies
Dewey Decimal Classification:290 Other religions
180 Ancient, medieval & eastern philosophy
Language:German
Date:June 2010
Deposited On:27 Oct 2010 15:16
Last Modified:05 Apr 2016 14:14
Publisher:Peter Lang
Series Name:Subjekt und Kulturalität
Number:1
ISSN:1868-405X
ISBN:978-3-631-59461-2
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=006165286
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-35616

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