Fisch, J (2010). Das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Beck. ISBN 978-3-406-59858-6.
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Abstract
Die Idee eines Selbstbestimmungsrechts der Völker besagt, dass Völker das Recht haben, einen Staat zu bilden, und selbst darüber entscheiden können, ob sie dieses Recht wahrnehmen oder nicht. Die erste Gesamtdarstellung seiner Geschichte zeigt, wie es den Totengräber für die europäischen Kolonialreiche und andere Imperien gespielt hat und seit 1989 auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern ist.
Entstanden aus dem Nationalismus und dem Antikolonialismus, erhebt das Selbstbestimmungsrecht der Völker den Anspruch, die internationalen Beziehungen auf eine herrschaftsfreie Grundlage zu stellen. Sprengstoff beinhaltet vor allem das damit verbundene Sezessionsrecht. Denn wer bestimmt, was ein Volk ist? Die Idee kollidiert hier schnell mit den machtpolitischen Realitäten und erweist sich als eine gefährliche, zum Missbrauch geradezu einladende Illusion, mit deren Domestizierung das Völkerrecht bis heute beschäftigt ist. Denn nicht nur Adolf Hitler verstand es meisterhaft, das Konzept für seine Zwecke zu instrumentalisieren. In einer souveränen Kombination von Begriffs-, Politik- und Kulturgeschichte durchmisst Jörg Fisch die Weltgeschichte und liefert eine anschaulich und prägnant geschriebene Darstellung dieser vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart äußerst wirkmächtigen Idee.
| Item Type: | Monograph |
|---|---|
| Communities & Collections: | 06 Faculty of Arts > Institute of History |
| DDC: | 900 History |
| Date: | 27 October 2010 |
| Deposited On: | 10 Dec 2010 17:18 |
| Last Modified: | 04 Apr 2012 15:35 |
| Publisher: | C. H. Beck |
| Number of Pages: | 384 |
| ISBN: | 978-3-406-59858-6 |
| Related URLs: | https://biblio.unizh.ch/F/?local_base=UZH01&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=001935092 |
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