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Qualität der Medien: Schweiz - Suisse - Svizzera


Qualität der Medien: Schweiz - Suisse - Svizzera. Edited by: fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft, Universität Zürich (2010). Basel: Schwabe.

Abstract

Bereits im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung entstand im Stadtstaat Athen die wirkmächtigste Utopie der Menschheit:
Die Idee, dass eine freie Gesellschaft eine freie öffentliche Kommunikation voraussetzt. Die Utopie hat sich bis heute in der Vorstellung erhalten, dass Demokratie ohne funktionstüchtige Öffentlichkeit undenkbar ist. Öffentlichkeit dient der Wahrnehmung und Diskussion der allgemeinverbindlich zu lösenden Probleme. Sie erfüllt eine Kontrollfunktion gegenüber der Staatsgewalt und den Machtträgern der Gesellschaft. Und ohne Öffentlichkeit liesse sich die zwischen den Bürgerinnen und Bürgern notwendige Loyalität nicht erzeugen, die für eine Rechtsgemeinschaft unverzichtbar ist. Die Qualität der Demokratie ist also unmittelbar von der Qualität der Öffentlichkeit abhängig, die in unserer Gesellschaft zentral über die Massenmedien hergestellt wird.
Nun entbehrt aber ausgerechnet das moderne Medienwesen einer kritischen Beobachtungsinstanz, welche die Veränderungen des Mediensystems nachzeichnet und die damit verbundenen Konsequenzen für die demokratische Gesellschaft aufzeigt. Um diese Lücke zu schliessen, wurde das Schweizer Jahrbuch «Qualität der Medien» geschaffen. Es verschafft immer wieder neu einen Überblick über die Veränderungen der publizistischen Versorgung und der Medienqualität in der Schweiz. Sprachregionale Unterschiede der publizistischen Versorgung, die Publikumsflüsse zwischen verschiedenen Mediengattungen, die Besitz- und Einnahmestrukturen der Verlage, die Konzentrationsprozesse sowie die Veränderungen des Medienkonsums werden ebenso aufgezeigt wie der Wandel der Inhalte und der Berichterstattungsqualität. Berücksichtigt werden sämtliche Gattungen der Informationsmedien, das heisst Print-Zeitungen, die News-Formate der privaten und öffentlichen Radio- und TV-Stationen sowie die Online-News-Portale.

Das Jahrbuch wurde erarbeitet durch den «fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft» der Universität Zürich. Sein Ziel ist die Stärkung des Qualitätsbewusstseins für die Medien in der Schweiz. Das Jahrbuch bildet eine Quelle für Medienschaffende, Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft, die Wissenschaft und alle anderen Interessierten, die sich mit der Entwicklung der Medien und ihren Inhalten auseinandersetzen wollen. Die aktuelle Ausgabe 2010 zeigt unter anderem, dass die Einnahmekrise der Informationsmedien und die Gratiskultur den Trend zu billigen Soft News verstärken.

Bereits im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung entstand im Stadtstaat Athen die wirkmächtigste Utopie der Menschheit:
Die Idee, dass eine freie Gesellschaft eine freie öffentliche Kommunikation voraussetzt. Die Utopie hat sich bis heute in der Vorstellung erhalten, dass Demokratie ohne funktionstüchtige Öffentlichkeit undenkbar ist. Öffentlichkeit dient der Wahrnehmung und Diskussion der allgemeinverbindlich zu lösenden Probleme. Sie erfüllt eine Kontrollfunktion gegenüber der Staatsgewalt und den Machtträgern der Gesellschaft. Und ohne Öffentlichkeit liesse sich die zwischen den Bürgerinnen und Bürgern notwendige Loyalität nicht erzeugen, die für eine Rechtsgemeinschaft unverzichtbar ist. Die Qualität der Demokratie ist also unmittelbar von der Qualität der Öffentlichkeit abhängig, die in unserer Gesellschaft zentral über die Massenmedien hergestellt wird.
Nun entbehrt aber ausgerechnet das moderne Medienwesen einer kritischen Beobachtungsinstanz, welche die Veränderungen des Mediensystems nachzeichnet und die damit verbundenen Konsequenzen für die demokratische Gesellschaft aufzeigt. Um diese Lücke zu schliessen, wurde das Schweizer Jahrbuch «Qualität der Medien» geschaffen. Es verschafft immer wieder neu einen Überblick über die Veränderungen der publizistischen Versorgung und der Medienqualität in der Schweiz. Sprachregionale Unterschiede der publizistischen Versorgung, die Publikumsflüsse zwischen verschiedenen Mediengattungen, die Besitz- und Einnahmestrukturen der Verlage, die Konzentrationsprozesse sowie die Veränderungen des Medienkonsums werden ebenso aufgezeigt wie der Wandel der Inhalte und der Berichterstattungsqualität. Berücksichtigt werden sämtliche Gattungen der Informationsmedien, das heisst Print-Zeitungen, die News-Formate der privaten und öffentlichen Radio- und TV-Stationen sowie die Online-News-Portale.

Das Jahrbuch wurde erarbeitet durch den «fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft» der Universität Zürich. Sein Ziel ist die Stärkung des Qualitätsbewusstseins für die Medien in der Schweiz. Das Jahrbuch bildet eine Quelle für Medienschaffende, Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft, die Wissenschaft und alle anderen Interessierten, die sich mit der Entwicklung der Medien und ihren Inhalten auseinandersetzen wollen. Die aktuelle Ausgabe 2010 zeigt unter anderem, dass die Einnahmekrise der Informationsmedien und die Gratiskultur den Trend zu billigen Soft News verstärken.

Additional indexing

Other titles:Jahrbuch 2010
Item Type:Edited Scientific Work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
06 Faculty of Arts > Institute of Mass Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
700 Arts
Language:German
Date:2010
Deposited On:28 Dec 2010 12:26
Last Modified:05 Apr 2016 14:30
Publisher:Schwabe
ISSN:1664-4131
ISBN:978-3-7965-2688-6
Additional Information:Jahrbuch 2010
Related URLs:http://www.schwabe.ch/schwabe-verlag/buecher/buchdetails/jahrbuch-2010-qualitaet-der-medien-4362/?tt_products[sword]=978-3-7965-2688-6%2520&cHash=14454e21de9403bf796cc37756539367 (Publisher)

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