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Kardiale Resynchronisationstherapie: "Real World"-Erfahrungen eines tertiären Zentrum in der Schweiz


Hürlimann, D; Steffel, J; Krasniqi, N; Milosevic, G; Gruner, C; Oswald, F; Rahn, M; Falk, V; Noll, G; Lüscher, T F; Ruschitzka, F; Holzmeister, J (2010). Kardiale Resynchronisationstherapie: "Real World"-Erfahrungen eines tertiären Zentrum in der Schweiz. Cardiovascular Medicine, 13(11):334-341.

Abstract

Hintergrund: Die kardiale Resynchronisationstherapie (cardiac resynchronisation therapy, CRT) ist bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz zu einem Standardbehandlungsverfahren geworden, nicht zuletzt, da in grossen randomisierten Studien eine Reduktion der Morbidität und Mortalität nachgewiesen werden konnte. Es war das Ziel der vorliegenden Studie, die gängige Praxis der CRT unter alltäglichen Bedingungen (im „Real World“ Setting) an einem grossen Schweizer Zentrum zu untersuchen.
Methoden: Sämtliche Patienten, bei denen im Zeitraum zwischen 2003 und 2010 ein CRT-Device (CRT-Schrittmacher oder CRT-ICD) am Universitätsspital Zürich implantiert wurde, wurden in diese retrospektive Analyse eingeschlossen.
Resultate: 208 Patienten, mit einem mittleren Alter von 63.8 (±10.9) Jahren, 79% davon Männer, wurden in die Studie eingeschlossen. Eine ischämische Ursache der Herzinsuffizienz lag in 49% der Fälle vor, 79% der Patienten waren in NYHA-Klasse III/IV. Die mittlere QRS Dauer lag bei 153ms (± 30ms) und die mittlere EF bei 26 ± 8%. Die mediane Hospitalisationsdauer zur CRT Implantation betrug 2 Tage. Die perioperative Komplikationsrate war niedrig und vergleichbar mit der grosser randomisierter Studien.
Unter CRT konnte eine deutliche klinische und echokardiographische Verbesserung erzielt werden. Während sich NYHA-Klasse von 2.8 ± 0.6 auf 2.1 ± 0.7 reduzierte (P<0.00001), verbesserte sich linksventrikuläre Auswurffraktion auf 33 ± 11% (P<0.00001). Sowohl das indexierte enddiastolische Volumen, als auch das indexierte endsystolische Volumen des linken Ventrikels nahmen signifikant ab (P=0.01 bzw. P=0.004).
Konklusion: Die vorliegende Studie zeigt, dass die CRT unter „Real World“ Bedingungen effektiv und sicher ist. Obwohl die Schweiz gegenwärtig hinsichtlich der CRT Implantationsrate nur im europäischen Mittelfeld liegt, ist in Anbetracht positiver Studien, wachsender Vertrautheit und guten eigenen Erfahrungen anzunehmen, dass zunehmend Patienten bezüglich der Indikation für eine CRT evaluiert und entsprechend behandelt werden.

Hintergrund: Die kardiale Resynchronisationstherapie (cardiac resynchronisation therapy, CRT) ist bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz zu einem Standardbehandlungsverfahren geworden, nicht zuletzt, da in grossen randomisierten Studien eine Reduktion der Morbidität und Mortalität nachgewiesen werden konnte. Es war das Ziel der vorliegenden Studie, die gängige Praxis der CRT unter alltäglichen Bedingungen (im „Real World“ Setting) an einem grossen Schweizer Zentrum zu untersuchen.
Methoden: Sämtliche Patienten, bei denen im Zeitraum zwischen 2003 und 2010 ein CRT-Device (CRT-Schrittmacher oder CRT-ICD) am Universitätsspital Zürich implantiert wurde, wurden in diese retrospektive Analyse eingeschlossen.
Resultate: 208 Patienten, mit einem mittleren Alter von 63.8 (±10.9) Jahren, 79% davon Männer, wurden in die Studie eingeschlossen. Eine ischämische Ursache der Herzinsuffizienz lag in 49% der Fälle vor, 79% der Patienten waren in NYHA-Klasse III/IV. Die mittlere QRS Dauer lag bei 153ms (± 30ms) und die mittlere EF bei 26 ± 8%. Die mediane Hospitalisationsdauer zur CRT Implantation betrug 2 Tage. Die perioperative Komplikationsrate war niedrig und vergleichbar mit der grosser randomisierter Studien.
Unter CRT konnte eine deutliche klinische und echokardiographische Verbesserung erzielt werden. Während sich NYHA-Klasse von 2.8 ± 0.6 auf 2.1 ± 0.7 reduzierte (P<0.00001), verbesserte sich linksventrikuläre Auswurffraktion auf 33 ± 11% (P<0.00001). Sowohl das indexierte enddiastolische Volumen, als auch das indexierte endsystolische Volumen des linken Ventrikels nahmen signifikant ab (P=0.01 bzw. P=0.004).
Konklusion: Die vorliegende Studie zeigt, dass die CRT unter „Real World“ Bedingungen effektiv und sicher ist. Obwohl die Schweiz gegenwärtig hinsichtlich der CRT Implantationsrate nur im europäischen Mittelfeld liegt, ist in Anbetracht positiver Studien, wachsender Vertrautheit und guten eigenen Erfahrungen anzunehmen, dass zunehmend Patienten bezüglich der Indikation für eine CRT evaluiert und entsprechend behandelt werden.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Cardiology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:August 2010
Deposited On:25 Jan 2011 15:24
Last Modified:05 Apr 2016 14:38
Publisher:EMH Swiss Medical Publishers
ISSN:1423-5528
Official URL:http://www.cardiovascular-medicine.ch/pdf/2010/2010-11/2010-11-047.PDF
Related URLs:http://www.cardiovascular-medicine.ch (Publisher)
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-43251

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