UZH-Logo

Maintenance Infos

Von der benignen Rolando-Epilepsie (BRE)zum elektrophysiologischen Status im Schlaf (ESES):elektrophysiologische und klinische Evolution - Definition und EEG-Diagnostik


Wohlrab, G; Bölsterli, B (2010). Von der benignen Rolando-Epilepsie (BRE)zum elektrophysiologischen Status im Schlaf (ESES):elektrophysiologische und klinische Evolution - Definition und EEG-Diagnostik. Epileptologie, 27(1):19-26.

Abstract

Die benigne Rolando-Epilepsie ist ein häufiges Epilepsiesyndrom
im Kindesalter. Atypische Phänomene
bezüglich des Alters der Erstmanifestation und im klinischen
Erscheinungsbild können jedoch auf einen
ungünstigen Verlauf mit Übergang in ein CSWS-Syndrom
(Epilepsie mit „kontinuierlichen Spike wave-Entladungen“
im Schlaf) oder in ein Landau-Kleffner-Syndrom
(LKS) hinweisen. Die klinische Abgrenzung zwischen
diesen beiden Syndromen ist nicht immer eindeutig
möglich. Kinder mit CSWS zeigen meist eine globale
Entwicklungsregression und nicht selten eine therapieschwierige Epilepsie. Bei Kindern mit LKS hingegen
stehen die sprachlichen Einbussen klinisch im Vordergrund,
die Epilepsie stellt eher einen „Nebenschauplatz“
dar. Die Problematik der klaren Zuordnung zu einem
der beiden genannten Epilepsiesyndrome bzw. deren
Überschneidung wird anhand eines Fallbeispiels
aufgezeigt. Beide Krankheitsbilder gehen mit einem
elektrophysiologischen Status epilepticus im non-REMSchlaf
(ESES) einher, weisen aber in der dominierenden
Lokalisierung der Sharp wave-Aktivität Unterschiede
auf. Wann von einem ESES gesprochen wird, ist in der Literatur uneinheitlich. 2009 wurden deshalb Leitlinien
vorgeschlagen, die Definition und Diagnostik präzisieren,
um für Therapiestudien eine klare Grundlage zu schaffen. Diese Leitlinien werden im Folgenden ebenfalls
kurz dargestellt.

Die benigne Rolando-Epilepsie ist ein häufiges Epilepsiesyndrom
im Kindesalter. Atypische Phänomene
bezüglich des Alters der Erstmanifestation und im klinischen
Erscheinungsbild können jedoch auf einen
ungünstigen Verlauf mit Übergang in ein CSWS-Syndrom
(Epilepsie mit „kontinuierlichen Spike wave-Entladungen“
im Schlaf) oder in ein Landau-Kleffner-Syndrom
(LKS) hinweisen. Die klinische Abgrenzung zwischen
diesen beiden Syndromen ist nicht immer eindeutig
möglich. Kinder mit CSWS zeigen meist eine globale
Entwicklungsregression und nicht selten eine therapieschwierige Epilepsie. Bei Kindern mit LKS hingegen
stehen die sprachlichen Einbussen klinisch im Vordergrund,
die Epilepsie stellt eher einen „Nebenschauplatz“
dar. Die Problematik der klaren Zuordnung zu einem
der beiden genannten Epilepsiesyndrome bzw. deren
Überschneidung wird anhand eines Fallbeispiels
aufgezeigt. Beide Krankheitsbilder gehen mit einem
elektrophysiologischen Status epilepticus im non-REMSchlaf
(ESES) einher, weisen aber in der dominierenden
Lokalisierung der Sharp wave-Aktivität Unterschiede
auf. Wann von einem ESES gesprochen wird, ist in der Literatur uneinheitlich. 2009 wurden deshalb Leitlinien
vorgeschlagen, die Definition und Diagnostik präzisieren,
um für Therapiestudien eine klare Grundlage zu schaffen. Diese Leitlinien werden im Folgenden ebenfalls
kurz dargestellt.

Downloads

0 downloads since deposited on 03 Feb 2011
0 downloads since 12 months

Additional indexing

Item Type:Journal Article, not refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Medical Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Date:2010
Deposited On:03 Feb 2011 15:33
Last Modified:05 Apr 2016 14:42
Publisher:Schweizerische Liga gegen Epilepsie
ISSN:1660-3656
Official URL:http://www.zora.uzh.ch/cgi/users/home?screen=EPrint::Edit&eprintid=44448&stage=core#t
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-44448

Download

[img]
Filetype: PDF - Registered users only
Size: 1MB

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations