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Einfluss einer kaliumreichen Ration im peripartalen Zeitraum auf potentielle Indikatoren zur Früherkennung von Hypokalzämie bei der Milchkuh


Philipp, Anja. Einfluss einer kaliumreichen Ration im peripartalen Zeitraum auf potentielle Indikatoren zur Früherkennung von Hypokalzämie bei der Milchkuh. 2008, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

Das Ziel der Arbeit war es, einen Zusammenhang zwischen dem nativen Kalium(K)gehalt im Dürrfutter, welches in den letzten Wochen der Trockenstehphase verabreicht wurde, und dem peripartalen Kalzium-Stoffwechsel der Kühe nachzuweisen. Für den Versuch wurden 12 Milchkühe, die sich zu Versuchsbeginn 5 Wochen vor dem errechneten Abkalbungstermin befanden, auf 2 Gruppen (K35 und K15) aufgeteilt. Während der präpartalen Versuchsphase erhielt Gruppe K35 eine Ration mit K-reichem Heu (35 g/kg TS), Gruppe K15 erhielt eine Ration mit K-armem Heu (15 g/kg TS). Während der Bilanzperiode, die nach der Abkalbung begann und sich über einen Zeitraum von 7x24 h erstreckte, erhielten die Kühe eine in der Startphase übliche Ration. Zu den Versuchszeitpunkten Versuchsbeginn, 3, 2 und 1 Woche a.p., 3 Tage a.p., Abkalbung, 24 h p.p. und Bilanztag 1-7 wurden Blut- und Harnproben entnommen. Während der Bilanzperiode wurden zudem täglich über 24 h die Kot- und Harnausscheidung sowie die Milchleistung gemessen und Kot-, Milch- sowie Futterproben analysiert. Im Blut wurden Mineralstoffe, pH-Wert, 1,25(OH)2VitD sowie die Knochenmarker carboxyterminales Telopeptid des Typ I Kollagens, Crosslaps, knochenspezifische alkalische Phosphatase und Osteocalcin bestimmt. Im Harn wurden Mineralstoffe, pH-Wert, Netto-Säure-Basen-Ausscheidung (NSBA), BSQ (Basen-Säure-Quotient) und Hydroxyprolin bestimmt. Die Knochenmarker im Serum zeigten nach der Abkalbung in beiden Gruppen einen ähnlichen Verlauf. Die Ergebnisse lassen darauf schliessen, dass Knochenmarker geeignete Parameter zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels sind. Der tiefere Harn-pH-Wert und die geringere NSBA der Gruppe K15 ante partum sprechen für azidotische Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt, welche vermutlich durch die präpartale Fütterung der K-armen Ration ausgelöst wurde. Es konnte nicht gezeigt werden, ob der K-Gehalt des Futters einen Einfluss auf die Ca-Absorption im Magen-Darm-Trakt ausübt. Der optimalere Verlauf der 1,25(OH)2VitD-Konzentrationen im Serum der Kühe der Gruppe K15 scheint hier jedoch Zusammenhänge erkennen zu lassen.

Das Ziel der Arbeit war es, einen Zusammenhang zwischen dem nativen Kalium(K)gehalt im Dürrfutter, welches in den letzten Wochen der Trockenstehphase verabreicht wurde, und dem peripartalen Kalzium-Stoffwechsel der Kühe nachzuweisen. Für den Versuch wurden 12 Milchkühe, die sich zu Versuchsbeginn 5 Wochen vor dem errechneten Abkalbungstermin befanden, auf 2 Gruppen (K35 und K15) aufgeteilt. Während der präpartalen Versuchsphase erhielt Gruppe K35 eine Ration mit K-reichem Heu (35 g/kg TS), Gruppe K15 erhielt eine Ration mit K-armem Heu (15 g/kg TS). Während der Bilanzperiode, die nach der Abkalbung begann und sich über einen Zeitraum von 7x24 h erstreckte, erhielten die Kühe eine in der Startphase übliche Ration. Zu den Versuchszeitpunkten Versuchsbeginn, 3, 2 und 1 Woche a.p., 3 Tage a.p., Abkalbung, 24 h p.p. und Bilanztag 1-7 wurden Blut- und Harnproben entnommen. Während der Bilanzperiode wurden zudem täglich über 24 h die Kot- und Harnausscheidung sowie die Milchleistung gemessen und Kot-, Milch- sowie Futterproben analysiert. Im Blut wurden Mineralstoffe, pH-Wert, 1,25(OH)2VitD sowie die Knochenmarker carboxyterminales Telopeptid des Typ I Kollagens, Crosslaps, knochenspezifische alkalische Phosphatase und Osteocalcin bestimmt. Im Harn wurden Mineralstoffe, pH-Wert, Netto-Säure-Basen-Ausscheidung (NSBA), BSQ (Basen-Säure-Quotient) und Hydroxyprolin bestimmt. Die Knochenmarker im Serum zeigten nach der Abkalbung in beiden Gruppen einen ähnlichen Verlauf. Die Ergebnisse lassen darauf schliessen, dass Knochenmarker geeignete Parameter zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels sind. Der tiefere Harn-pH-Wert und die geringere NSBA der Gruppe K15 ante partum sprechen für azidotische Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt, welche vermutlich durch die präpartale Fütterung der K-armen Ration ausgelöst wurde. Es konnte nicht gezeigt werden, ob der K-Gehalt des Futters einen Einfluss auf die Ca-Absorption im Magen-Darm-Trakt ausübt. Der optimalere Verlauf der 1,25(OH)2VitD-Konzentrationen im Serum der Kühe der Gruppe K15 scheint hier jedoch Zusammenhänge erkennen zu lassen.

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Additional indexing

Item Type:Dissertation
Referees:Liesegang A, Braun U
Communities & Collections:05 Vetsuisse Faculty > Institute of Animal Nutrition
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
630 Agriculture
Language:German
Date:2008
Deposited On:03 Dec 2008 14:01
Last Modified:05 Apr 2016 12:31
Number of Pages:145
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=005583363
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-4598

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