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Zurich Open Repository and Archive

Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-46240

Seiler, Rebekka C. Blutverlust und Therapie der hämorrhagisch-bedingten Hypovolämie bei gynäkologischen Genitalkarzinomen am UniversitätsSpital Zürich. 2010, University of Zurich, Faculty of Medicine.

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Abstract

Hintergrund: Obwohl die Transfusion von Blut in den letzten Jahrzehnten sicherer geworden ist (z.B. durch die bessere Nachweismethoden von infektiösen Krankheitserregern), birgt eine allogene Bluttransfusion weiterhin etliche Risiken. Die möglichen Komplikationen einer allogenen Bluttransfusion werden unterteilt in hämolytische und nicht-hämolytische Transfusionsreaktionen, sowie in einer möglichen Transmission von Krankheitserregern. Da eine allogene Bluttransfusion nicht immer komplikationslos verläuft und Fremdblut ein Produkt ist, welches bisher nicht künstlich hergestellt werden kann und somit ein Mangel an bereitgestellten Blutprodukten möglich ist, sind Massnahmen, welche eine allogene Bluttransfusion vermindern, notwendig. Solche Massnahmen sind vor allem eine strengere Indikationsstellung zur Bluttransfusion, aber auch das Fördern von autologer Bluttransfusion, wie das bei der präoperativen autologen Blutspende und bei der intraoperativen Autotransfusion der Fall ist. Das Ziel dieser retrospektiven Studie ist es, die Entwicklung über den Blutverlust und über die benötigten allogenen Bluttransfusionen bei Unterleibskarzinom-Operationen am
Universitätsspital Zürich von 1994 bis 2002 aufzuzeigen.
Patientinnen und Methode: Im Zeitraum zwischen 1994 bis 2002 wurden im Universitätsspital Zürich bei insgesamt 446
Frauen eine gynäkologische Unterleibsoperation aufgrund eines Karzinoms (Ovarial- inkl. Tuben-, Corpus- oder Zervix-Karzinom) durchgeführt. Von diesen 446 Operationen konnten
insgesamt 405 Patientinnen in diese Studie eingeschlossen werden. Diese Studie betrachtet die Entwicklung der allogenen Bluttransfusionen in Bezug auf den Blutverlust bei
gynäkologischen Unterleibskarzinom-Operationen, wobei jeweils 3 aufeinanderfolgende Jahre als eine Gruppe betrachtet wurde. Die 1. Jahresgruppe umfasst daher alle Operationen, welche in den Jahren 1994 – 1996 durchgeführt wurden; die 2. Jahresgruppe beinhaltet alle Operationen zwischen 1997 - 1999 und die 3. Jahresgruppe diejenigen Operationen zwischen 2000 - 2002. Die Daten wurden retrospektiv analysiert.
Resultate: Die Patientinnen in der 3. Jahresgruppe hatten einen signifikant kleineren Blutverlust als die Patientinnen in der 1. und 2. Jahresgruppe. Ebenso war die Operationszeit in der 3. Jahresgruppe signifikant kürzer als in den 2 anderen Jahresgruppen. Es zeigte sich, dass in der 3. Jahresgruppe mit durchschnittlich 251 (±557) ml signifikant weniger intra- und postoperative Erythrozyten substituiert wurden als in der Jahresgruppe 2 ( 541 ± 1000ml) und als in der Jahresgruppe 1 (868 ± 1302 ml). Das durchschnittliche präoperative Hämoglobin in der 1. Jahresgruppe war mit 12.9g/dl signifikant höher als in der 2. Jahresgruppe, aber es unterschied sich nicht signifikant mit dem durchschnittlichen Hämoglobin der 3. Jahresgruppe. Das postoperative Hämoglobin unterschied sich in den 3 Jahresgruppen nicht signifikant voneinander, obwohl das präoperative Hämoglobin in der 1. Jahresgruppe signifikant höher als in der 2. Gruppe war und obwohl in der Gruppe 1 signifikant mehr allogenes Blut transfundiert wurde.
Diskussion: In der 3. Jahresgruppe zeigte sich eine signifikant kleinere intra- und postoperative Gabe von
allogenen Erythrozytenkonzentraten im Vergleich zu den 2 anderen Jahresgruppen. Dies lässt sich einerseits durch die signifikant kürzere Operationsdauer und dem damit verbundenen signifikant geringeren Blutverlust in der 3. Jahresgruppe im Vergleich zu den Jahregruppen 1 und 2 erklären. Eine mögliche Erklärung der kürzeren Operationszeit und dem kleineren Blutverlust in der 3. Jahresgruppe kann die zunehmende Erfahrung des Operationsteams sein.
Andererseits führte die im Laufe der Zeit strenger gewordene Indikationsstellung zur Erythrozytensubstitution, resp. das Akzeptieren von tieferen Hämoglobinwerten, zu weniger Fremdbluttransfusionen in der 3. Jahresgruppe.

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Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Dissertation
Referees:Fink D, Wyss P
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Gynecology
DDC:610 Medicine & health
Language:German
Date:24 November 2010
Deposited On:18 Feb 2011 15:37
Last Modified:01 Sep 2014 15:18
Number of Pages:56

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