Quick Search:

uzh logo
Browse by:
bullet
bullet
bullet
bullet

Zurich Open Repository and Archive 

Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-47326

Der Minergie-Boom unter der Lupe : Eine Marktanalyse der ZKB. Edited by: Meins, Erika. Zürich, 2010.

[img]
Preview
Published Version
PDF
1622Kb

Abstract

Der Minergie-Standard ist seit der Lancierung 1998 auf erfolgreichem Kurs. Insgesamt wurden bisher rund 15 000 Gebäude nach Minergie, Minergie-P oder Minergie-Eco gebaut oder modernisiert. Damit hat Minergie im internationalen Vergleich die Nase vorn: Mit 15 Prozent Anteil am Neubau ist Minergie weltweit das wohl am besten umgesetzte Energie- oder Nachhaltigkeitslabel. Vor diesem Hintergrund hat die vorliegende Marktanalyse der ZKB zum Ziel, die Entwicklung differenziert zu betrachten. So zeigt sich beispielsweise, dass sich der Boom auf Wohngebäude und den Neubaubereich bezieht.
Die Studie zeigt auch, dass die regionalen Unterschiede innerhalb der Schweiz beträchtlich sind. Während sich Minergie in Städten wie Zürich und Winterthur bei Neubauten beinahe zum Standard entwickelt hat (mit einem Anteil am Neubau von 54 bzw. 44 Prozent im letzten Jahr), gibt es immer noch Gemeinden, in denen kein einziges Minergie-Gebäude steht. Die Treiber hinter dieser heterogenen regionalen Verteilung werden auch statistisch untersucht. Gemäss der Analyse haben reiche, urbane, deutschsprachige Gemeinden tendenziell eine höhere Minergie-Dichte als weniger wohlhabende, ländliche, französisch- oder italienischsprachige Gemeinden.
In einer Marktbetrachtung lautet die zentrale Frage aber: Lohnt sich Minergie auch finanziell? Die erste Minergie-Marktanalyse aus dem Jahr 2008 hat empirisch nachgewiesen, dass bei Transaktionen ein Aufpreis von 7 Prozent bei Einfamilienhäusern und 3,5 Prozent für Stockwerkeigentum für Minergie bezahlt wird. Die Zahlungsbereitschaft der Mieter wird mit der jetzt vorliegenden Studie – wiederum mit einer einzigartigen Datengrundlage – untersucht. Die gute Nachricht für Investoren: Mieter sind bereit, eine Prämie von rund 6 Prozent für Minergie-Wohnungen zu bezahlen. Für Mieter geht die höhere Nettomiete mit tieferen Nebenkosten einher. Allerdings bleiben die Bruttomieten unter dem Strich teurer als für konventionelle Wohnungen. Wird die Prämienentwicklung über die letzten Jahre betrachtet, zeichnet sich ganz klar ein Trend zur Angleichung der Mieten für Minergie- und konventionelle Wohnungen ab.

Item Type:Edited Scientific Work
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Center for Corporate Responsibility and Sustainability
DDC:330 Economics
Date:March 2010
Deposited On:04 Mar 2011 10:18
Last Modified:13 May 2013 11:49
Publisher:Center for Corporate Responsibility and Sustainability an der Universität Zürich
Series Name:Der Nachhaltigkeit von Immobilien einen finanziellen Wert geben
Volume:3
Official URL:http://www.minergie.ch/tl_files/download/ccrs_minergie_2010_internet.pdf

Users (please log in): suggest update or correction for this item

Repository Staff Only: item control page