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Biproportionale Wahlverfahren für den Schweizer Nationalrat: Modellrechnungen für die Nationalratswahlen 2003


Bochsler, D (2005). Biproportionale Wahlverfahren für den Schweizer Nationalrat: Modellrechnungen für die Nationalratswahlen 2003. Augsburg: Universität Augsburg, Inst. für Mathematik.

Abstract

Die Wahlen in den Schweizer Nationalrat finden gleichzeitig in allen 26 Kantonen der Schweiz statt. Trotzdem kann von 26 getrennten Wahlen in 26 Kantonen gesprochen werden, da die Stimmenverrechnung in jedem Kanton separat erfolgt. Auch wenn in 21 Kantonen die Wahl nach Verhältniswahlrecht durchgeführt wird, sind die meisten Wahlkreise so klein, dass die Resultate (vgl. Taagepera/Shugart 1989) stark verzerrt sind. Gemäss Bundesgericht sind 19 von 26 Wahlkreisen (mit jeweils unter zehn Mandaten) zu klein für Verhältniswahlen. Zwar ist das nationale Wahlrecht durch die bundesgerichtliche Rechtssprechung juristisch nicht betroffen, doch politisch ist der Entscheid relevant. Als Ausweg bieten sich biproportionale Wahlverfahren, wie es im Kanton Zürich eingeführt wird. Die Wahlkreise werden beibehalten, trotzdem kann auf nationaler Ebene die Proportionalität hergestellt werden (Pukelsheim/Schuhmacher 2004). In dieser Untersuchung werden Modellrechnungen für die Nationalratswahlen nach diesem Wahlrecht durchgeführt; in Untervarianten werden wahlkreisgebundene 3- oder 5%-Hürden angenommen und strategische Stimmeneffekte berücksichtigt.

Die Wahlen in den Schweizer Nationalrat finden gleichzeitig in allen 26 Kantonen der Schweiz statt. Trotzdem kann von 26 getrennten Wahlen in 26 Kantonen gesprochen werden, da die Stimmenverrechnung in jedem Kanton separat erfolgt. Auch wenn in 21 Kantonen die Wahl nach Verhältniswahlrecht durchgeführt wird, sind die meisten Wahlkreise so klein, dass die Resultate (vgl. Taagepera/Shugart 1989) stark verzerrt sind. Gemäss Bundesgericht sind 19 von 26 Wahlkreisen (mit jeweils unter zehn Mandaten) zu klein für Verhältniswahlen. Zwar ist das nationale Wahlrecht durch die bundesgerichtliche Rechtssprechung juristisch nicht betroffen, doch politisch ist der Entscheid relevant. Als Ausweg bieten sich biproportionale Wahlverfahren, wie es im Kanton Zürich eingeführt wird. Die Wahlkreise werden beibehalten, trotzdem kann auf nationaler Ebene die Proportionalität hergestellt werden (Pukelsheim/Schuhmacher 2004). In dieser Untersuchung werden Modellrechnungen für die Nationalratswahlen nach diesem Wahlrecht durchgeführt; in Untervarianten werden wahlkreisgebundene 3- oder 5%-Hürden angenommen und strategische Stimmeneffekte berücksichtigt.

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Other titles:Biproportional electoral procedures for the Swiss Nationalrat
Item Type:Published Research Report
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Political Science
Dewey Decimal Classification:320 Political science
Uncontrolled Keywords:Wahlsysteme mit mehreren Wahldistrikten, Doppelproportionale Zuteilungsverfahren, Neues Zürcher Zuteilungsverfahren, Parteienstruktur, BAZI, Nationalratswahl, Online-Publikation, Schweiz, Simulation, Wahlverfahren
Language:German
Date:2005
Deposited On:30 Jun 2011 11:09
Last Modified:21 Sep 2016 07:12
Publisher:Universität Augsburg, Inst. für Mathematik
Number of Pages:51
Official URL:http://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/volltexte/2005/160/pdf/nationalrat_biproportional.pdf
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-48565

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