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Das diagnostische Spektrum der Traumafolgestörungen


Köllner, V; Maercker, Andreas (2011). Das diagnostische Spektrum der Traumafolgestörungen. Trauma & Gewalt, 5(3):2-13.

Abstract

Die Posttraumatische Belastungsstörung gehört zu denjenigen Störungsbildern, für die in den letzten Jahren störungsspezifische Behandlungsmethoden mit hoher Effektstärke entwickelt werden konnten. Somit hat hier eine valide Diagnostik eine besondere Bedeutung für die therapeutische Weichenstellung. Hinzu kommt, dass die Einordnung als Traumafolgestörung, anders als bei anderen diagnostischen Kategorien, eine kausale Zuschreibung enthält und somit einen Einfluss auf die Zuständigkeit für die Behandlungskosten hat und potentiell gutachterlich relevant ist. Ziel dieses Beitrages ist es, auf der Grundlage der aktuellen Leitlinien zu Traumafolgestörungen die relevanten diagnostischen Kategorien und Differentialdiagnosen darzustellen. Dabei soll auf differentialtherapeutische Entscheidungen ebenso eingegangen werden wie auf Aspekte des Gutachterverfahrens zur Richtlinienpsychotherapie und neue Entwicklungen bei DSM-V und ICD-11. Eine wesentliche Innovation ist hier die Einführung einer Gruppe »Trauma- und stressbezogene Störungen«, zu der auch die Anpassungsstörungen gehören werden. Diese waren, obwohl sie in der Praxis häufig vorkommen, in den bisherigen Klassifikationssystemen nur unbefriedigend operationalisiert. Vorgestellt wird ein neues Modell zur Definition der Anpassungsstörung als Stress-Response-Syndrom.

Abstract

Die Posttraumatische Belastungsstörung gehört zu denjenigen Störungsbildern, für die in den letzten Jahren störungsspezifische Behandlungsmethoden mit hoher Effektstärke entwickelt werden konnten. Somit hat hier eine valide Diagnostik eine besondere Bedeutung für die therapeutische Weichenstellung. Hinzu kommt, dass die Einordnung als Traumafolgestörung, anders als bei anderen diagnostischen Kategorien, eine kausale Zuschreibung enthält und somit einen Einfluss auf die Zuständigkeit für die Behandlungskosten hat und potentiell gutachterlich relevant ist. Ziel dieses Beitrages ist es, auf der Grundlage der aktuellen Leitlinien zu Traumafolgestörungen die relevanten diagnostischen Kategorien und Differentialdiagnosen darzustellen. Dabei soll auf differentialtherapeutische Entscheidungen ebenso eingegangen werden wie auf Aspekte des Gutachterverfahrens zur Richtlinienpsychotherapie und neue Entwicklungen bei DSM-V und ICD-11. Eine wesentliche Innovation ist hier die Einführung einer Gruppe »Trauma- und stressbezogene Störungen«, zu der auch die Anpassungsstörungen gehören werden. Diese waren, obwohl sie in der Praxis häufig vorkommen, in den bisherigen Klassifikationssystemen nur unbefriedigend operationalisiert. Vorgestellt wird ein neues Modell zur Definition der Anpassungsstörung als Stress-Response-Syndrom.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:Posttraumatische Belastungsstörung, Anpassungsstörung, akute Belastungsreaktion, Entwicklungstrauma-Störung, Differentialdiagnostik Psychotherapeutisches Zentrum des Psychologischen Instituts UZH
Language:German
Date:2011
Deposited On:19 Sep 2011 15:09
Last Modified:25 May 2016 08:03
Publisher:Klett-Cotta
ISSN:1863-7167

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