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Gibt es linksfrontale Hypoaktivierung während positiver Emotionsinduktion?


Muheim, O; Mennig, H; Maercker, Andreas (2011). Gibt es linksfrontale Hypoaktivierung während positiver Emotionsinduktion? Trauma & Gewalt, 5(2):136-145.

Abstract

Basierend auf dem Asymmetrie-Modell emotionsabhängiger Aktivierungen im Frontalhirn nach Davidson (1988) wurde zuvor bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) mittels Elektroenzephalographie (EEG) eine rechtsseitige neuronale Hyperaktivierung bei traumarelevanten Reizen nachgewiesen. In Erweiterung dieser Befunde wird in der vorliegenden EEG-Studie untersucht, ob positive Emotionalität bei PTBS zu einer linksfrontalen Hypoaktivierung führt und damit die Schwierigkeiten von PTBS-Patienten im Umgang mit positiven Emotionen abbildbar sind. 22 traumatisierte Probanden
(10 Probanden mit PTBS-Vollbild, 12 Probanden mit subsyndromaler PTBS) sowie eine nichttraumatisierte Kontrollgruppe wurden untersucht. EEG-Erhebungen während individualisierter positiver und standardisierter neutraler Imaginationen erlaubten spezifische Bedingungsvergleiche. Eine mit positiver Emotionalität einhergehende Hypoaktivierung innerhalb der emotionsrelevanten Areale konnte bei Personen mit PTBS-Vollbild nicht nachgewiesen werden. Während der neutralen Emotionsbedingung zeigte die PTBS- Gruppe eine signifikant höhere Aktivierung im Gyrus frontalis superior. Damit konnte das Asymmetrie-Modell der emotionsabhängigen Aktivierungen für den PTBS-Bereich nicht bestätigt werden. Es wird diskutiert, ob schon die positive Imaginationsfähigkeit dieser Probanden eingeschränkt war und die Ergebnisse damit erklärt werden können.

Basierend auf dem Asymmetrie-Modell emotionsabhängiger Aktivierungen im Frontalhirn nach Davidson (1988) wurde zuvor bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) mittels Elektroenzephalographie (EEG) eine rechtsseitige neuronale Hyperaktivierung bei traumarelevanten Reizen nachgewiesen. In Erweiterung dieser Befunde wird in der vorliegenden EEG-Studie untersucht, ob positive Emotionalität bei PTBS zu einer linksfrontalen Hypoaktivierung führt und damit die Schwierigkeiten von PTBS-Patienten im Umgang mit positiven Emotionen abbildbar sind. 22 traumatisierte Probanden
(10 Probanden mit PTBS-Vollbild, 12 Probanden mit subsyndromaler PTBS) sowie eine nichttraumatisierte Kontrollgruppe wurden untersucht. EEG-Erhebungen während individualisierter positiver und standardisierter neutraler Imaginationen erlaubten spezifische Bedingungsvergleiche. Eine mit positiver Emotionalität einhergehende Hypoaktivierung innerhalb der emotionsrelevanten Areale konnte bei Personen mit PTBS-Vollbild nicht nachgewiesen werden. Während der neutralen Emotionsbedingung zeigte die PTBS- Gruppe eine signifikant höhere Aktivierung im Gyrus frontalis superior. Damit konnte das Asymmetrie-Modell der emotionsabhängigen Aktivierungen für den PTBS-Bereich nicht bestätigt werden. Es wird diskutiert, ob schon die positive Imaginationsfähigkeit dieser Probanden eingeschränkt war und die Ergebnisse damit erklärt werden können.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:Posttraumatische Belastungsstörung, positive Emotionen, Emotionalität, Elektroenzephalographie, Hirnasymmetrie
Language:German
Date:2011
Deposited On:19 Sep 2011 15:54
Last Modified:05 Apr 2016 15:01
Publisher:Klett-Cotta
ISSN:1863-7167
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-49722

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