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Kindergartenkinder schätzen ihre Symptome und Stärken ein: das Berkeley Puppet Interview in Forschung und Praxis


Perren, S; Stadelmann, S; Lüdin, J; von Wyl, A; von Klitzing, K (2008). Kindergartenkinder schätzen ihre Symptome und Stärken ein: das Berkeley Puppet Interview in Forschung und Praxis. Kinderanalyse, 16(1):1-22.

Abstract

In der kinderanalytischen Praxis gibt es eine Vielfalt kreativer Methoden, die es einem erleichtern, auch mit kleineren Kindern in den Dialog zu gelangen. In der entwicklungspsychopathologischen Forschung, in welcher Hypothesen zur Entstehungsund Entwicklungsdynamik psychischer Störungen mittels quantitativer Methoden erforscht werden, fehlt es aber bislang an geeigneten entwicklungspsychologisch angemessenen Zugängen zum Selbsterleben auch kleinerer Kinder. Mit dem Berkeley Puppeninterview (BPI) ist eine in Forschung und Klinik anwendbare standardisierte Interviewmethode für junge Kinder
erstmalig im deutschsprachigen Sprachraum angewendet sowie auf ihre Reliabilität und Validität hin überprüft worden. Diese Interview-Methode bedient sich spielerischer Elemente
in Form von Hunde-Handpuppen und versucht, das Kind in eine Situation zu bringen, die eher einem Dialog mit gleichaltrigen als mit erwachsenen Personen gleicht. Bei 160 fünfjährigen Kindern wurde das BPI durchgeführt und ein Jahr später wiederholt. Es zeigte sich, dass die Interviews gut durchführbar und reliabel auswertbar waren und dass die Selbsteinschätzungen der Kinder bezüglich Verhaltens- und emotionalen Schwierigkeiten mit den Eltern- und Lehrerbeurteilungen zufriedenstellend waren, aber teilweise nicht symptomspezifisch übereinstimmten. einstimmten. Aus den Ergebnissen kann gefolgert werden, dass es auch mit systematischen quantifizierenden Forschungsmethoden möglich ist, einen dialogischen Zugang zur subjektiven Erlebensweise von Kindern zu erlangen und dass diese Ebene auch in die systematische, quantifizierende Entwicklungsforschung einbezogen werden kann.

In der kinderanalytischen Praxis gibt es eine Vielfalt kreativer Methoden, die es einem erleichtern, auch mit kleineren Kindern in den Dialog zu gelangen. In der entwicklungspsychopathologischen Forschung, in welcher Hypothesen zur Entstehungsund Entwicklungsdynamik psychischer Störungen mittels quantitativer Methoden erforscht werden, fehlt es aber bislang an geeigneten entwicklungspsychologisch angemessenen Zugängen zum Selbsterleben auch kleinerer Kinder. Mit dem Berkeley Puppeninterview (BPI) ist eine in Forschung und Klinik anwendbare standardisierte Interviewmethode für junge Kinder
erstmalig im deutschsprachigen Sprachraum angewendet sowie auf ihre Reliabilität und Validität hin überprüft worden. Diese Interview-Methode bedient sich spielerischer Elemente
in Form von Hunde-Handpuppen und versucht, das Kind in eine Situation zu bringen, die eher einem Dialog mit gleichaltrigen als mit erwachsenen Personen gleicht. Bei 160 fünfjährigen Kindern wurde das BPI durchgeführt und ein Jahr später wiederholt. Es zeigte sich, dass die Interviews gut durchführbar und reliabel auswertbar waren und dass die Selbsteinschätzungen der Kinder bezüglich Verhaltens- und emotionalen Schwierigkeiten mit den Eltern- und Lehrerbeurteilungen zufriedenstellend waren, aber teilweise nicht symptomspezifisch übereinstimmten. einstimmten. Aus den Ergebnissen kann gefolgert werden, dass es auch mit systematischen quantifizierenden Forschungsmethoden möglich ist, einen dialogischen Zugang zur subjektiven Erlebensweise von Kindern zu erlangen und dass diese Ebene auch in die systematische, quantifizierende Entwicklungsforschung einbezogen werden kann.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Jacobs Center for Productive Youth Development
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:January 2008
Deposited On:05 Dec 2008 10:43
Last Modified:05 Apr 2016 12:33
Publisher:Klett-Cotta
ISSN:0942-6051
Official URL:http://www.kinderanalyse.de/
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-5102

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