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Familiale Unterstützung und soziale Ungleichheit in Europa


Deindl, C; Isengard, B (2011). Familiale Unterstützung und soziale Ungleichheit in Europa. In: Berger, P A; Hank, K; Tölke, A. Reproduktion von Ungleichheit durch Arbeit und Familie. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 23-47.

Abstract

Die Familie ist eine der ältesten Institutionen der Menschheit, gehört zu den stabilsten Beziehungsnetzwerken von Individuen und begleitet einen (in den meisten Fällen) ein Leben lang. In den letzten Jahrzehnten wird, bedingt durch demografische und familiale Veränderungen, die den scheinbaren bzw. vermeintlichen Niedergang der Familie markieren, nicht nur in der öffentlichen und privaten, sondern insbesondere auch in der wissenschaftlichen Diskussion die Frage nach dem Wandel der familialen Strukturen und Bindungen in den heutigen, westlichen Gesellschaften thematisiert und eine „Krise der Familie“ postuliert. Der Diskurs wird dabei insbesondere von Soziologen wie Ulrich Beck und Beck-Gernsheim (1986, 1990 und 1993), Anthony Giddens (1993) oder James Coleman (1995) geprägt und von Meinhard Miegel (vgl. z. B. Miegel und Wahl 1994; Miegel 2003) popularisiert. Ihnen zufolge spiegelt sich die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft auch in der Auflösung bislang traditioneller Familienbeziehungen wider, da sich die Wahlmöglichkeiten und Chancen zur individuellen Selbstverwirklichung deutlich erhöht haben. Die neuen Freiheiten gehen dabei aber zu Lasten von Sicherheit und Stabilität innerhalb privater Beziehungen (Bertram 1997).

Die Familie ist eine der ältesten Institutionen der Menschheit, gehört zu den stabilsten Beziehungsnetzwerken von Individuen und begleitet einen (in den meisten Fällen) ein Leben lang. In den letzten Jahrzehnten wird, bedingt durch demografische und familiale Veränderungen, die den scheinbaren bzw. vermeintlichen Niedergang der Familie markieren, nicht nur in der öffentlichen und privaten, sondern insbesondere auch in der wissenschaftlichen Diskussion die Frage nach dem Wandel der familialen Strukturen und Bindungen in den heutigen, westlichen Gesellschaften thematisiert und eine „Krise der Familie“ postuliert. Der Diskurs wird dabei insbesondere von Soziologen wie Ulrich Beck und Beck-Gernsheim (1986, 1990 und 1993), Anthony Giddens (1993) oder James Coleman (1995) geprägt und von Meinhard Miegel (vgl. z. B. Miegel und Wahl 1994; Miegel 2003) popularisiert. Ihnen zufolge spiegelt sich die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft auch in der Auflösung bislang traditioneller Familienbeziehungen wider, da sich die Wahlmöglichkeiten und Chancen zur individuellen Selbstverwirklichung deutlich erhöht haben. Die neuen Freiheiten gehen dabei aber zu Lasten von Sicherheit und Stabilität innerhalb privater Beziehungen (Bertram 1997).

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:2011
Deposited On:11 Jan 2012 14:29
Last Modified:05 Apr 2016 15:06
Publisher:VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN:978-3-531-17638-3
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-531-94117-2_2
Related URLs:http://www.vs-verlag.de/ (Publisher)
http://opac.nebis.ch/F/?local_base=EBI01&con_lng=GER&func=find-b&find_code=090&request=001956477

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