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Pareto-Verbesserungen in der Sozialversicherung durch Selbstselektion ihrer Mitglieder


Breuer, Michael (1998). Pareto-Verbesserungen in der Sozialversicherung durch Selbstselektion ihrer Mitglieder. Working paper series / Socioeconomic Institute No. 9804, University of Zurich.

Abstract

In der Sozialversicherung gelten Risikoselektionen als unerwuenscht, weil sie die Gefahr mit sich bringen, dass der einheitliche Risikopool in der Sozialversicherung aufgespalten und die sozialpolitisch gewuenschten Umverteilungsstroeme zwischen den Versicherten reduziert werden. Der Beitrag zeigt am Beispiel der sozialen Krankenversicherung in der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland auf, dass die Selbstselektion von Versicherten in der Sozialversicherung produktiv, das heisst wohlfahrtssteigernd eingesetzt werden kann, ohne den ‚solidarischen‘ Charakter der Sozialversicherung in Frage zu stellen. Konkret wird vorgeschlagen, den Versicherten innerhalb eines durch einen Risikoausgleich gestuetzten Wettbewerbs zwischen den Krankenkassen eine groessere Wahlfreiheit ueber die Hoehe des Versicherungsschutzes einzuraeumen. Fuer Versicherte mit niedrigem Risiko oder hohem Einkommen kann es sinnvoll sein, ihren Versicherungsschutz innerhalb der Sozialversicherung zu reduzieren, obwohl sie dann aufgrund des konstanten Transfers an andere Versicherte der sozialen Krankenversicherung einen hoeheren Preis pro Einheit Sozialversicherungsschutz zu zahlen haben.

In der Sozialversicherung gelten Risikoselektionen als unerwuenscht, weil sie die Gefahr mit sich bringen, dass der einheitliche Risikopool in der Sozialversicherung aufgespalten und die sozialpolitisch gewuenschten Umverteilungsstroeme zwischen den Versicherten reduziert werden. Der Beitrag zeigt am Beispiel der sozialen Krankenversicherung in der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland auf, dass die Selbstselektion von Versicherten in der Sozialversicherung produktiv, das heisst wohlfahrtssteigernd eingesetzt werden kann, ohne den ‚solidarischen‘ Charakter der Sozialversicherung in Frage zu stellen. Konkret wird vorgeschlagen, den Versicherten innerhalb eines durch einen Risikoausgleich gestuetzten Wettbewerbs zwischen den Krankenkassen eine groessere Wahlfreiheit ueber die Hoehe des Versicherungsschutzes einzuraeumen. Fuer Versicherte mit niedrigem Risiko oder hohem Einkommen kann es sinnvoll sein, ihren Versicherungsschutz innerhalb der Sozialversicherung zu reduzieren, obwohl sie dann aufgrund des konstanten Transfers an andere Versicherte der sozialen Krankenversicherung einen hoeheren Preis pro Einheit Sozialversicherungsschutz zu zahlen haben.

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Item Type:Working Paper
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Department of Economics
Working Paper Series > Socioeconomic Institute (former)
Dewey Decimal Classification:330 Economics
JEL Classification:H55, H230
Language:English
Date:December 1998
Deposited On:29 Nov 2011 19:45
Last Modified:05 Apr 2016 15:09
Series Name:Working paper series / Socioeconomic Institute
Official URL:http://www.econ.uzh.ch/wp.html
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-51849

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