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Contra Symmachum - Gegen Symmachus / Prudentius


Tränkle, Hermann (2008). Contra Symmachum - Gegen Symmachus / Prudentius. Turnhout: Brepols.

Abstract

Mit seinem Gedicht Contra Symmachum wendet sich Prudentius (348 – nach 404 n. Chr.), der bedeutendste christliche Dichter der Spätantike, gegen einen herausragenden Repräsentanten des spätantiken Heidentums. Als Präfekt der Stadt Rom hatte Symmachus 384 mit einer Petition versucht den Kaiser dazu zu bewegen, den Altar und die Statue der Victoria, die aus dem Senat entfernt worden waren, dort wieder aufzustellen. Symmachus argumentierte unter anderem: So wie Rom seine früheren militärischen Erfolge der Victoria verdanke, werde es angesichts der Barbaren, die das Imperium nunmehr bedrohten, den Beistand der Göttin noch dringender benötigen. Ins Zentrum seiner Petition aber rückte er den Gedanken, es sei nur recht und billig, wenn „jenes, das alle verehren, für ein und dasselbe gehalten“ werde. Zu einem so „erhabenen Geheimnis“ könne man aber „nicht auf einem einzigen Weg gelangen“. Ziel dieser Argumentation war es, den Angriff der Christen auf den römischen Götterkult abzuwehren. Den rhetorischen Höhepunkt bildete eine der Roma (der personifizierten Stadt Rom) in den Mund gelegte Klage, es sei eine Schmach, noch in solch einem ehrwürdigen Alter von über tausend Jahren zurechtgewiesen zu werden.

Der Bischof Ambrosius von Mailand stemmte sich mit Erfolg gegen den Antrag. Da aber die heidnische Senatsopposition aktiv blieb, sah sich Prudentius einige Jahre später veranlaßt, dem Symmachus zu antworten. Prudentius beschränkte sich nicht darauf, gegen den heidnischen Götterkult zu polemisieren und die Argumente des Symmachus zurückzuweisen, er entwarf auch ein Geschichtsbild, das in der historischen Entwicklung Roms göttliche Providenz am Werke sein läßt: Gott habe Rom die Aufgabe zugewiesen, die in Kriege verstrickten und durch Sprache und Kultur getrennten Völker der Erde zu Frieden und Einheit zu führen und so die Annahme des christlichen Glaubens überhaupt erst zu ermöglichen. Der Dichter läßt Roma erklären, daß sie erst durch ihre Bekehrung zum Christentum Anspruch auf die allgemeine Verehrung habe. Mit Prudentius’ Gedicht war der Streit um den Altar der Victoria unwiderruflich beendet.

Der renommierte klassische Philologe Hermann Tränkle hat den lateinischen Text ins Deutsche übertragen und erläutert. In einem Anhang ist auch die Petition des Symmachus (Relatio 3) beigegeben. Damit hat die Reihe Fontes Christiani den 100. Band erreicht.

Mit seinem Gedicht Contra Symmachum wendet sich Prudentius (348 – nach 404 n. Chr.), der bedeutendste christliche Dichter der Spätantike, gegen einen herausragenden Repräsentanten des spätantiken Heidentums. Als Präfekt der Stadt Rom hatte Symmachus 384 mit einer Petition versucht den Kaiser dazu zu bewegen, den Altar und die Statue der Victoria, die aus dem Senat entfernt worden waren, dort wieder aufzustellen. Symmachus argumentierte unter anderem: So wie Rom seine früheren militärischen Erfolge der Victoria verdanke, werde es angesichts der Barbaren, die das Imperium nunmehr bedrohten, den Beistand der Göttin noch dringender benötigen. Ins Zentrum seiner Petition aber rückte er den Gedanken, es sei nur recht und billig, wenn „jenes, das alle verehren, für ein und dasselbe gehalten“ werde. Zu einem so „erhabenen Geheimnis“ könne man aber „nicht auf einem einzigen Weg gelangen“. Ziel dieser Argumentation war es, den Angriff der Christen auf den römischen Götterkult abzuwehren. Den rhetorischen Höhepunkt bildete eine der Roma (der personifizierten Stadt Rom) in den Mund gelegte Klage, es sei eine Schmach, noch in solch einem ehrwürdigen Alter von über tausend Jahren zurechtgewiesen zu werden.

Der Bischof Ambrosius von Mailand stemmte sich mit Erfolg gegen den Antrag. Da aber die heidnische Senatsopposition aktiv blieb, sah sich Prudentius einige Jahre später veranlaßt, dem Symmachus zu antworten. Prudentius beschränkte sich nicht darauf, gegen den heidnischen Götterkult zu polemisieren und die Argumente des Symmachus zurückzuweisen, er entwarf auch ein Geschichtsbild, das in der historischen Entwicklung Roms göttliche Providenz am Werke sein läßt: Gott habe Rom die Aufgabe zugewiesen, die in Kriege verstrickten und durch Sprache und Kultur getrennten Völker der Erde zu Frieden und Einheit zu führen und so die Annahme des christlichen Glaubens überhaupt erst zu ermöglichen. Der Dichter läßt Roma erklären, daß sie erst durch ihre Bekehrung zum Christentum Anspruch auf die allgemeine Verehrung habe. Mit Prudentius’ Gedicht war der Streit um den Altar der Victoria unwiderruflich beendet.

Der renommierte klassische Philologe Hermann Tränkle hat den lateinischen Text ins Deutsche übertragen und erläutert. In einem Anhang ist auch die Petition des Symmachus (Relatio 3) beigegeben. Damit hat die Reihe Fontes Christiani den 100. Band erreicht.

Additional indexing

Item Type:Monograph
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Greek and Latin Philology
Dewey Decimal Classification:470 Latin & Italic languages
480 Classical & modern Greek languages
Date:2008
Deposited On:27 Nov 2008 10:19
Last Modified:02 May 2016 20:20
Publisher:Brepols
Series Name:Fontes Christiani
Volume:85
ISBN:978-2-503-52948-6
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