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Benediktinerabteien aus ökonomischer Sicht. Über die ausserordentliche Stabilität einer besonderen Institution


Inauen, Emil; Frey, Bruno S (2008). Benediktinerabteien aus ökonomischer Sicht. Über die ausserordentliche Stabilität einer besonderen Institution. Working paper series / Institute for Empirical Research in Economics No. 388, University of Zurich.

Abstract

Die Benediktinerklöster weisen im Vergleich zu anderen Institutionen eine ungewöhnlich lange Lebensdauer auf. Unsere empirische Untersuchung aller je existierenden Benediktinerabteien in Bayern, Baden-Württemberg und der Deutschschweiz zeigt, dass ein durchschnittliches Kloster fast 500 Jahren alt wird. Kombiniert mit dem Befund, dass nur rund ein Viertel der Klosterschliessungen auf Führungsversagen zurückzuführen ist, darf auf eine Organisationsform mit ausserordentlicher Langlebigkeit und Stabilität geschlossen werden. Dies ist nicht nur religiösen und kirchlichen Ursachen zuzuschreiben. Die Entwicklung einer ganz eigen geprägten Führungsstruktur, oder Governance, trägt wesentlich zur Erfolgsgeschichte dieser Institutionen bei. Ein ausgefeiltes System von internen und externen Kontrollmechanismen verhindert Missbrauch und Fehlverhalten von Äbten und Mönchen und fördert damit die Überlebensfähigkeit der Abteien.nIn diesem Beitrag folgt der empirischen Analyse eine detaillierte Betrachtung der benediktinischen Governance und deren Erfolgsfaktoren. Im Schlussabschnitt wird dargelegt, warum monastische Führungsprinzipien auch über das Klosterwesen hinaus Relevanz besitzen. Der Aufsatz wurde aus einer psychologisch ökonomischen Perspektive heraus verfasst:1 der erste Autor ist Betriebswirtschafter, der zweite Volkswirtschafter. Diese Herangehensweise, welche die in der Corporate Governance herausgebildeten Begrifflichkeiten aufnimmt, bedeutet in keiner Weise, dass Abteien auf rein wirtschaftliche Institutionen reduziert werden sollen.

Die Benediktinerklöster weisen im Vergleich zu anderen Institutionen eine ungewöhnlich lange Lebensdauer auf. Unsere empirische Untersuchung aller je existierenden Benediktinerabteien in Bayern, Baden-Württemberg und der Deutschschweiz zeigt, dass ein durchschnittliches Kloster fast 500 Jahren alt wird. Kombiniert mit dem Befund, dass nur rund ein Viertel der Klosterschliessungen auf Führungsversagen zurückzuführen ist, darf auf eine Organisationsform mit ausserordentlicher Langlebigkeit und Stabilität geschlossen werden. Dies ist nicht nur religiösen und kirchlichen Ursachen zuzuschreiben. Die Entwicklung einer ganz eigen geprägten Führungsstruktur, oder Governance, trägt wesentlich zur Erfolgsgeschichte dieser Institutionen bei. Ein ausgefeiltes System von internen und externen Kontrollmechanismen verhindert Missbrauch und Fehlverhalten von Äbten und Mönchen und fördert damit die Überlebensfähigkeit der Abteien.nIn diesem Beitrag folgt der empirischen Analyse eine detaillierte Betrachtung der benediktinischen Governance und deren Erfolgsfaktoren. Im Schlussabschnitt wird dargelegt, warum monastische Führungsprinzipien auch über das Klosterwesen hinaus Relevanz besitzen. Der Aufsatz wurde aus einer psychologisch ökonomischen Perspektive heraus verfasst:1 der erste Autor ist Betriebswirtschafter, der zweite Volkswirtschafter. Diese Herangehensweise, welche die in der Corporate Governance herausgebildeten Begrifflichkeiten aufnimmt, bedeutet in keiner Weise, dass Abteien auf rein wirtschaftliche Institutionen reduziert werden sollen.

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Additional indexing

Item Type:Working Paper
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Department of Economics
Working Paper Series > Institute for Empirical Research in Economics (former)
Dewey Decimal Classification:330 Economics
Language:English
Date:September 2008
Deposited On:29 Nov 2011 22:47
Last Modified:05 Apr 2016 15:12
Series Name:Working paper series / Institute for Empirical Research in Economics
ISSN:1424-0459
Official URL:http://www.econ.uzh.ch/wp.html
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-52341

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