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Antiinflammatorisch wirksame Phytotherapeutika und ihr mögliches Potential bei tumorkranken Menschen


Saller, R; Melzer, J; Rostock, M (2011). Antiinflammatorisch wirksame Phytotherapeutika und ihr mögliches Potential bei tumorkranken Menschen. Forschende Komplementärmedizin, 18(4):203-212.

Abstract

Die Wirkstoffe pflanzlicher Arznei- und Heilmittel sind pleiotrope Vielstoffgemische mit Multi-Target Eigenschaften einschlieβlich antiinflammatorischer Wirkungen. Eine pleiotrope Entzündungshemmung könnte bei tumorkranken Menschen als Versuch der Verhinderung bzw. Verzögerung der Metastasierung eine bedeutsame Rolle spielen. Zahlreiche experimentelle Daten für europäische wie auch auβereuropäische Pflanzen und verschiedene phytotherapeutische Kombinationen weisen auf eine solche Möglichkeit hin. Trotz der bislang nur geringen Anzahl klinischer Untersuchungen könnten derartige phytotherapeutische Behandlungsversuche vertretbar erscheinen, wenn für solche Arznei- und Heilpflanzen aus Anwendungsbereichen bei nicht tumorkranken Menschen gesicherte Daten über Qualität und Sicherheit dokumentiert sind und eine Übertragung solcher Daten auf die Situation tumorkranker Menschen unter kritischer Abwägung möglich erscheint. Phytotherapeutika spielen zudem in der Supportivtherapie eine zunehmende Rolle, wobei zahlreiche dieser Phytotherapeutika neben ihrer symptomatischen supportiven Wirksamkeit auch antiinflammatorische Wirkungen zeigen. Die gezielte Auswahl von supportiv wirksamen Phytotherapeutika mit zusätzlichen antiinflammatorischen Effekten könnte für tumorkranke Menschen neben der Symptomlinderung simultan die Möglichkeit einer antiinflammatorischen antitumoralen Wirksamkeit bieten als eine Art personalisierter Phytotherapie. Zurzeit besteht diesbezüglich noch ein groβer Bedarf an therapeutisch orientierter klinischer Forschung.

Copyright © 2011 S. Karger AG, Basel

Die Wirkstoffe pflanzlicher Arznei- und Heilmittel sind pleiotrope Vielstoffgemische mit Multi-Target Eigenschaften einschlieβlich antiinflammatorischer Wirkungen. Eine pleiotrope Entzündungshemmung könnte bei tumorkranken Menschen als Versuch der Verhinderung bzw. Verzögerung der Metastasierung eine bedeutsame Rolle spielen. Zahlreiche experimentelle Daten für europäische wie auch auβereuropäische Pflanzen und verschiedene phytotherapeutische Kombinationen weisen auf eine solche Möglichkeit hin. Trotz der bislang nur geringen Anzahl klinischer Untersuchungen könnten derartige phytotherapeutische Behandlungsversuche vertretbar erscheinen, wenn für solche Arznei- und Heilpflanzen aus Anwendungsbereichen bei nicht tumorkranken Menschen gesicherte Daten über Qualität und Sicherheit dokumentiert sind und eine Übertragung solcher Daten auf die Situation tumorkranker Menschen unter kritischer Abwägung möglich erscheint. Phytotherapeutika spielen zudem in der Supportivtherapie eine zunehmende Rolle, wobei zahlreiche dieser Phytotherapeutika neben ihrer symptomatischen supportiven Wirksamkeit auch antiinflammatorische Wirkungen zeigen. Die gezielte Auswahl von supportiv wirksamen Phytotherapeutika mit zusätzlichen antiinflammatorischen Effekten könnte für tumorkranke Menschen neben der Symptomlinderung simultan die Möglichkeit einer antiinflammatorischen antitumoralen Wirksamkeit bieten als eine Art personalisierter Phytotherapie. Zurzeit besteht diesbezüglich noch ein groβer Bedarf an therapeutisch orientierter klinischer Forschung.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of Complementary Medicine
04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Psychiatry and Psychotherapy
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2011
Deposited On:09 Jan 2012 16:41
Last Modified:13 Jul 2016 07:49
Publisher:Karger
ISSN:1661-4119
Publisher DOI:10.1159/000333140
PubMed ID:21934320
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-54110

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