Teuscher, S (2011). Verwandtschaft in der Vormoderne. Zur politischen Karriere eines Beziehungskonzepts. In: Harding, E; Hecht, M. Die Ahnenprobe in der Vormoderne. Münster, 85-106. ISBN 978-3-86887-006-0.
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Abstract
Der Beitrag diskutiert die langfristige Entwicklung der Verwandtschaft zwischen dem Mittelalter und der Neuzeit. Er geht zunächst kritisch auf herkömmliche historische Narrative über den Niedergang der Verwandtschaft im Zuge von Modernisierungsprozessen ein. Diesen wird ein alternatives Entwicklungsmodell entgegengesetzt, das die produktive Rolle der Verwandtschaft in Prozessen der Staatsbildung betont. Grundlegend hierfür waren auch neue gelehrte Konzeptionalisierungen, die Verwandtsein physiologisch nicht mehr mit geteiltem Fleisch, sondern mit geteiltem Blut in Verbindung setzten. Damit bahnten sie einem stärker an Linearität und intergenerationeller Konstanz orientierten Verwandtschaftsverständnis den Weg, das – so wird am Schluss gezeigt – im Lauf der Neuzeit selbst in kommunalen politischen Ordnungsvorstellungen tragende Funktionen erhielt.
| Item Type: | Book Section, refereed, original work |
|---|---|
| Communities & Collections: | 06 Faculty of Arts > Institute of History |
| DDC: | 900 History |
| Language: | German |
| Date: | 2011 |
| Deposited On: | 13 Jan 2012 11:40 |
| Last Modified: | 04 Apr 2012 16:13 |
| Publisher: | Rhema |
| Series Name: | Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme – Schriftenreihe des Sonderforschungsbereichs 496 |
| Number: | 37 |
| ISBN: | 978-3-86887-006-0 |
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