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Vestibularisschwannome – Resultate der chirurgischen, radiotherapeutischen und konservativen Behandlung


Bozzone, M. Vestibularisschwannome – Resultate der chirurgischen, radiotherapeutischen und konservativen Behandlung. 2011, University of Zurich, Faculty of Medicine.

Abstract

Ziele: Am Universitätsspital Zürich werden Patienten mit einem Vestibularisschwannom (VS)chirurgisch, adiotherapeutisch und konservativ behandelt. Ziel dieser Studie war die Analyse der Behandlungserfolge, Nebenwirkungen und Komplikationen der verschiedenen Therapieoptionen bei Patienten mit einem VS.

Methode: Die aufgrund eines VS am Universitätsspital Zürich behandelten Patienten werden in einer gemeinsamen Datenbank der Kliniken für Neurochirurgie, Radioonkologie und ORL erfasst. Das Therapiekonzept wird anschliessend an einem interdisziplinären Schädelbasisboard gemeinsam festgelegt. Mit der vorliegenden Arbeit wurden im Rahmen einer retrospektiven Studie die Behandlungserfolge, Nebenwirkungen und Komplikationen der verschiedenen Therapieoptionen der vergangenen fünf Jahre analysiert.

Resultate: Am Universitätsspital Zürich wurden im Zeitraum zwischen Januar 2006 und Dezember 2010 insgesamt 260 Patienten aufgrund eines VS behandelt. 139 Patienten wurden primär konservativ behandelt. Bei den restlichen 121 Patienten wurden 84 retrosigmoidale Operationen, 14
translabyrinthäre Operationen und 25 Radiotherapien durchgeführt. Dabei wurden 2 der 121 Patienten sowohl operiert als auch bestrahlt. Von den 123 durchgeführten nicht konservativen Behandlungen (Operationen bzw. Bestrahlungen) wurden 50 Patienten (41%) primär operiert bzw. bestrahlt. 73 Patienten (59%) wurden initial in einem Watchful Waiting Konzept behandelt und anschliessend wegen
Grössenwachstums operiert bzw. bestrahlt. Von den primär konservativ behandelten Patienten waren 66 Frauen und 73 Männer. Von den nicht konservativ behandelten Patienten waren 55 Frauen und 66 Männer. Die durchschnittliche Tumorgrösse lag bei den retrosigmoidal operierten Patienten bei 26mm, bei den radiotherapeutisch behandelten Patienten bei 19mm und bei den translabyrinthär operierten Patienten
bei 12mm.
Ein Jahr nach retrosigmoidaler Operation war bei 16% der Patienten eine Hörerhaltung möglich. Ein Hauptproblem nach der Therapie war die gestörte Facialisfunktion. Beim Austritt aus dem Spital wiesen bei den retrosigmoidal operierten Patienten 62% einen Grad I oder II, 29% einen Grad III oder IV und 9% einen Grad V oder VI auf.
Bei den translabyrinthär operierten Patienten lag die Facialisfunktion bei 92% bei einem Grad I oder II und bei 8% bei einem Grad III oder IV. Bei den Patienten mit Radiotherapie lag die Facialisfunktion bei 100% der Patienten bei einem Grad I oder II.
Ein Jahr nach der Therapie lag bei den retrosigmoidal operierten Patienten bei 89% ein Grad I oder II, bei 9% ein Grad III oder IV und bei 2% ein Grad V oder VI vor. Bei den translabyrinthär operierten Pateinten wiesen 92% einen Grad I oder II und 8% einen Grad III oder IV auf. 100% der Patienten mit Radiotherapie wiesen einen Grad I oder II auf.
Weitere Probleme nach der Therapie waren Tinnitus (39%), Cephalgien (34%), Schwindel (22%) und eine verminderte Leistungsfähigkeit (11%). Postoperativ trat bei 14% der retrosigmoidal und bei 14% der translabyrinthär operierten Patienten eine Liquorrhoe auf. Bei insgesamt 2% der Patienten trat postoperativ eine Meningitis auf.

Schlussfolgerungen: Die Resultate unserer Studie sind mit denjenigen von anderen Studien vergleichbar. Das interdisziplinäre Therapieverfahren bewährt sich und erlaubt eine optimierte Beurteilung der Therapie. Dank der gemeinsamen Datenbank ist eine fundierte Analyse der
Therapieresultate möglich. Das Therapieverfahren soll anhand einer prospektiven Studie optimiert werden.

Ziele: Am Universitätsspital Zürich werden Patienten mit einem Vestibularisschwannom (VS)chirurgisch, adiotherapeutisch und konservativ behandelt. Ziel dieser Studie war die Analyse der Behandlungserfolge, Nebenwirkungen und Komplikationen der verschiedenen Therapieoptionen bei Patienten mit einem VS.

Methode: Die aufgrund eines VS am Universitätsspital Zürich behandelten Patienten werden in einer gemeinsamen Datenbank der Kliniken für Neurochirurgie, Radioonkologie und ORL erfasst. Das Therapiekonzept wird anschliessend an einem interdisziplinären Schädelbasisboard gemeinsam festgelegt. Mit der vorliegenden Arbeit wurden im Rahmen einer retrospektiven Studie die Behandlungserfolge, Nebenwirkungen und Komplikationen der verschiedenen Therapieoptionen der vergangenen fünf Jahre analysiert.

Resultate: Am Universitätsspital Zürich wurden im Zeitraum zwischen Januar 2006 und Dezember 2010 insgesamt 260 Patienten aufgrund eines VS behandelt. 139 Patienten wurden primär konservativ behandelt. Bei den restlichen 121 Patienten wurden 84 retrosigmoidale Operationen, 14
translabyrinthäre Operationen und 25 Radiotherapien durchgeführt. Dabei wurden 2 der 121 Patienten sowohl operiert als auch bestrahlt. Von den 123 durchgeführten nicht konservativen Behandlungen (Operationen bzw. Bestrahlungen) wurden 50 Patienten (41%) primär operiert bzw. bestrahlt. 73 Patienten (59%) wurden initial in einem Watchful Waiting Konzept behandelt und anschliessend wegen
Grössenwachstums operiert bzw. bestrahlt. Von den primär konservativ behandelten Patienten waren 66 Frauen und 73 Männer. Von den nicht konservativ behandelten Patienten waren 55 Frauen und 66 Männer. Die durchschnittliche Tumorgrösse lag bei den retrosigmoidal operierten Patienten bei 26mm, bei den radiotherapeutisch behandelten Patienten bei 19mm und bei den translabyrinthär operierten Patienten
bei 12mm.
Ein Jahr nach retrosigmoidaler Operation war bei 16% der Patienten eine Hörerhaltung möglich. Ein Hauptproblem nach der Therapie war die gestörte Facialisfunktion. Beim Austritt aus dem Spital wiesen bei den retrosigmoidal operierten Patienten 62% einen Grad I oder II, 29% einen Grad III oder IV und 9% einen Grad V oder VI auf.
Bei den translabyrinthär operierten Patienten lag die Facialisfunktion bei 92% bei einem Grad I oder II und bei 8% bei einem Grad III oder IV. Bei den Patienten mit Radiotherapie lag die Facialisfunktion bei 100% der Patienten bei einem Grad I oder II.
Ein Jahr nach der Therapie lag bei den retrosigmoidal operierten Patienten bei 89% ein Grad I oder II, bei 9% ein Grad III oder IV und bei 2% ein Grad V oder VI vor. Bei den translabyrinthär operierten Pateinten wiesen 92% einen Grad I oder II und 8% einen Grad III oder IV auf. 100% der Patienten mit Radiotherapie wiesen einen Grad I oder II auf.
Weitere Probleme nach der Therapie waren Tinnitus (39%), Cephalgien (34%), Schwindel (22%) und eine verminderte Leistungsfähigkeit (11%). Postoperativ trat bei 14% der retrosigmoidal und bei 14% der translabyrinthär operierten Patienten eine Liquorrhoe auf. Bei insgesamt 2% der Patienten trat postoperativ eine Meningitis auf.

Schlussfolgerungen: Die Resultate unserer Studie sind mit denjenigen von anderen Studien vergleichbar. Das interdisziplinäre Therapieverfahren bewährt sich und erlaubt eine optimierte Beurteilung der Therapie. Dank der gemeinsamen Datenbank ist eine fundierte Analyse der
Therapieresultate möglich. Das Therapieverfahren soll anhand einer prospektiven Studie optimiert werden.

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Item Type:Dissertation
Referees:Huber A, Bonabi S
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Otorhinolaryngology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2011
Deposited On:31 Jan 2012 14:53
Last Modified:05 Apr 2016 15:32
Number of Pages:30
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-57761

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