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Zurich Open Repository and Archive 

Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-58653

Zagoury Günzburger, J. Einfluss von Axilla-Ultraschall und Punktion der axillären Lymphknoten auf das chirurgische Vorgehen in der Axilla beim Mammakarzinom. 2011, University of Zurich, Faculty of Medicine.

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387Kb

Abstract

Diese Arbeit präsentiert und analysiert die gewonnenen Daten von 627 Frauen, die zwischen den Jahren 2001 und Mitte 2007 aufgrund eines Brustkrebses im Brust-Zentrum Zürich Seefeld operiert wurden. Die prä-operative Diagnostik der Axilla wird in der vorliegenden Arbeit näher analysiert.
Die Kenntnis des axillären Befalls ist für die Einschätzung der Prognose und die postoperative Zusatztherapie des Mammakarzinoms zentral. Die axilläre Lymphonodektomie mit histologischer Verarbeitung des Lymph-knotens bietet die sicherste Operationsvariante. Sie ist aber bei Patien-tinnen ohne Lymphknotenmetastasen nicht indiziert, weil sie mit einer längeren Hospitalisationsdauer und einer höheren Komplikationsrate einhergeht. Diese Patientinnen profitieren mehr von einer Sentinel-Lymphonodektomie.
Durch eine präzisere präoperative Untersuchung der Axilla mittels Ultraschall und Punktion kann man den axillären Befall präoperativ besser einschätzen und die am besten indizierte Operation durchführen.
Alle Daten wurden aus dem Krankenhausinformationssystem der Patien-tinnen des Brustzentrums und aus der histopathologischen Analyse deren Exzisat gewonnen.
Die axillären Lymphknoten waren in 45.9% der Fälle befallen.
Es wurden bei 120 Patienten insgesamt 123 präoperative Punktionen der Axilla durchgeführt (dreimal wurden eine FNP und eine Trucut-Punktion durchgeführt).
In einem von 85 Fällen mit positivem Punktionsresultat wurde der befal¬le-ne Lymphknoten im Axilladissektat nicht gefunden. In diesem Fall wurde nach der Punktion eine neoadjuvante Chemotherapie durchgeführt. Unter den 36 Fällen mit negativem Punktionsresultat fanden sich schliesslich doch 12 (30%) mit positiven Lymphknoten in der Axilladissek-tion.
Für die Palpation alleine betrug die Sensitivität 32.3% und die Spezifität 92.6%. Die Sensitivität stieg, wenn die Lymphknotenmetastasen grösser und wenn mehrere Lymphknoten befallen waren.
Der grösste Unterschied zwischen der FNP und der Trucutbiopsie liegt grundsätzlich in der Sensitivität.
Die Sensitivität der FNP betrug in dieser Serie 76.9% (9 falsch negative FNP), die Spezifität wegen des oben erwähnten positiven FNP-Resultates mit nachfolgend negativer Axilladissektion nach neoadjuvanter Che-motherapie 90.9% (1 falsch positive FNP).
Die Sensitivität der Trucutbiopsie betrug 94.6% (3 falsch negative Trucut-biopsien), die Spezifität 100% (keine falsch positive Trucutbiopsie).

Bei Metastasen, welche eine Grösse von mehr als 5 mm aufwiesen, betrug die Sensitivität für die FNP 85% (3 falsch negative FNP’s bei 21 Fällen mit LK-Metastasen über 5mm Grösse). Für die Trucut-Punktion lag sie aber bei 100% (keine falsch negative Trucutbiopsie bei 40 Fällen mit LK-Metastasen über 5mm Grösse).
In den Daten der vorliegenden Arbeit betrug die Sensitivität sowohl für die Feinnadelpunktion als für die Trucutbiopsie 100%, sobald mehr als 3 Lymphknoten befallen waren.
Die Ergebnisse entsprechen weitgehend den Publikationen und legen in diesem Sinne den Mehrwert der Punktions-Anwendung eindrücklich dar.

Item Type:Dissertation
Referees:Fink D, Rageth C
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Gynecology
DDC:610 Medicine & health
Language:German
Date:16 March 2011
Deposited On:09 Feb 2012 22:04
Last Modified:13 Oct 2013 00:24
Number of Pages:38
Additional Information:Erfahrungen im Brust-Zentrum Seefeld in den Jahren 2001-2007
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&CON_LNG=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=006582247

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