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Zurich Open Repository and Archive

Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-58658

Stevanovic, N. Roboterchirurgie in der Gynäkologie, erste Erfahrungen in der Pilot- und Routinephase an der Frauenklinik des Kantonsspitals Aarau. 2011, University of Zurich, Faculty of Medicine.

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Abstract

Seit der Einführung der laparoskopischen Chirurgie haben die Vorteile der laparoskopischen Technik zu deren Etablierung in der gynäkologischen Chirurgie geführt. Die laparoskopische Hysterektomie wird schon seit 1989 durchgeführt. Trotzdem ist die Durchdringung dieser Methode noch nicht weit verbreitet, da das Erlernen der Technik anspruchsvoll und mit einer langen Lernkurve verbunden ist.
Seit kurzem tritt die roboterassistierte Chirurgie in das Feld der Gynäkologie und zieht eine weitere Alternative zur bisherigen laparoskopischen Chirurgie mit sich. Diese neue Technologie scheint gewisse Vorteile für den Operateur, wie eine bessere dreidimensionale Sicht, mehr Bewegungsgrade und eine Verminderung des Tremors zu bieten. Das Ziel dieser klinischen Studie ist die Evaluation des Einführungsprozesses der Robotertechnik an einer öffentlichen Ausbildungsklinik in der Schweiz.

Methode: Patientinnen mit Indikation zur Hysterektomie wurden nach Information und schriftlicher Einwilligung darin eingebunden. Alle Operationen wurden von je zwei erfahrenen gynäkologisch-endoskopischen Operateuren durchgeführt. Demographische, klinische, chirurgische und pathologische Daten wurden erfasst. In der Pilotphase wurde bei 23 Patientinnen im mittleren Alter von 45.6 (±5.0) Jahren eine roboterassistierte laparoskopische Hysterektomie (RALH) durchgeführt.

Resultate: Die mittlere Operationsdauer betrug dabei 106.86 min, die durchschnittliche Roboterinstallationszeit 22.56 min und der Blutverlust 81.95 ml.
Es wurde zudem subjektive Empfindungen der Operateure bezüglich der Vor- und Nachteile der Operation mittels Roboter in einem Fragebogen erfasst. Es waren keine Konversionen zu konventionellen Methode oder zu Laparotomie nötig.
Perioperativ traten ausser, Harnwegsinfekten oder Fieber keine wesentlichen Komplikationen auf. Die mittlere Hospitalisationszeit betrug 3.3 (± 1.1) Tage.
In der Routinephase wurde bei weiteren 23 Patientinnen eine RALH durchgeführt. Die mittlere Operationsdauer betrug dabei 104.03 min, die durchschnittliche Roboterinstallationszeit 27.26 min und der Blutverlust 80.04 ml. Somit gab es in diesen Punkten keine signifikanten Unterschiede zwischen der Pilot- und der Routinephase.

Schlussfolgerung: Die roboterassistierte laparoskopische Hysterektomie (RALH) ist nach unseren Erfahrungen eine sichere und effektive neue Technik, welche eine verbesserte Sicht und Operationsergonomie bietet. Die Vorteile müssen gegen die höheren Kosten, längeren Operationszeiten und Installationszeiten gegenüber der konventionellen laparoskopischen Hysterektomie aufgewogen werden.
Zwischen Pilotphase und Routinephase konnten bisher in unserem Kollektiv keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Somit gibt es momentan keine wesentlichen Gründe für erfahrene

Endoskopiker bei der Hysterektomie auf die Robotik umzusteigen. Der Benefit für die Patientinnen muss in weiteren kontrolliert-randomisierten Studien evaluiert werden.

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Additional indexing

Item Type:Dissertation
Referees:Fink D, Schär G
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Gynecology
DDC:610 Medicine & health
Language:German
Date:21 September 2011
Deposited On:09 Feb 2012 20:51
Last Modified:09 Oct 2013 20:10
Number of Pages:38
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