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Risiken und Nebenwirkungen der Informatisierung des Alltags


Hilty, Lorenz (2007). Risiken und Nebenwirkungen der Informatisierung des Alltags. In: Mattern, Friedemann. Der Computer im 21. Jahrhundert. Die Informatisierung des Alltags. Perspektiven, Technologien, Auswirkungen. Berlin: Springer, 187-205.

Abstract

Die "Informatisierung des Alltags" ist eine Vision mit einem hohen gesellschaftlichen Veränderungspotenzial. Die Abschätzung der Folgen einer sol-chen Entwicklung ist notwendig, will man unerwartete negative Auswirkungen minimieren. In der kurzen Geschichte des breiten Einsatzes digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien hat es sich bereits gezeigt, dass sich der technische Fortschritt nicht automatisch in die erhofften Vorteile für Individuum, Orga-nisation und Gesellschaft übersetzt. Beispielsweise muss der Gebrauch schnellerer Hardware nicht zu einer höheren persönlichen Arbeitseffizienz führen und der Einsatz von IKT in Organisationen nicht zu geringeren Informationskosten. Dieses "IT productivity paradox" ist teilweise durch Rebound-Effekte zu erklären, die aus einer technikzentrierten Perspektive meist übersehen werden. Psychologische, gesundheitliche, soziale und ökonomische Effekte einer höheren technischen Effizienz müssen daher in einer Abschätzung der Technologiefolgen berücksichtigt werden. Eine Prospektivstudie fü;r Pervasive Computing hat gezeigt, dass jenseits von Produktivitätsaspekten auch die Problemfelder Stress (u.a. durch das Gefühl des Überwachtwerdens), Freiwilligkeit (Autonomie von Konsumenten oder Patienten), unbeherrschbare Komplexität (emergente Eigenschaften der entstehenden Infrastruktur) und Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit zu beachten sind.

Die "Informatisierung des Alltags" ist eine Vision mit einem hohen gesellschaftlichen Veränderungspotenzial. Die Abschätzung der Folgen einer sol-chen Entwicklung ist notwendig, will man unerwartete negative Auswirkungen minimieren. In der kurzen Geschichte des breiten Einsatzes digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien hat es sich bereits gezeigt, dass sich der technische Fortschritt nicht automatisch in die erhofften Vorteile für Individuum, Orga-nisation und Gesellschaft übersetzt. Beispielsweise muss der Gebrauch schnellerer Hardware nicht zu einer höheren persönlichen Arbeitseffizienz führen und der Einsatz von IKT in Organisationen nicht zu geringeren Informationskosten. Dieses "IT productivity paradox" ist teilweise durch Rebound-Effekte zu erklären, die aus einer technikzentrierten Perspektive meist übersehen werden. Psychologische, gesundheitliche, soziale und ökonomische Effekte einer höheren technischen Effizienz müssen daher in einer Abschätzung der Technologiefolgen berücksichtigt werden. Eine Prospektivstudie fü;r Pervasive Computing hat gezeigt, dass jenseits von Produktivitätsaspekten auch die Problemfelder Stress (u.a. durch das Gefühl des Überwachtwerdens), Freiwilligkeit (Autonomie von Konsumenten oder Patienten), unbeherrschbare Komplexität (emergente Eigenschaften der entstehenden Infrastruktur) und Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit zu beachten sind.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Department of Informatics
Dewey Decimal Classification:000 Computer science, knowledge & systems
Date:2007
Deposited On:20 Jun 2012 07:49
Last Modified:05 Apr 2016 15:36
Publisher:Springer
Free access at:Related URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://www.amazon.com/Die-Informatisierung-Alltags-smarten-Umgebungen/dp/3540714545/
Related URLs:http://publicationslist.org/lorenz.hilty (Author)
Other Identification Number:merlin-id:6468
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-58873

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