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Zur Rolle von Geschützten Werten bei Entscheidungen


Tanner, C (2008). Zur Rolle von Geschützten Werten bei Entscheidungen. In: Witte, E H. Sozialpsychologie und Werte: Beiträge des 23. Hamburger Symposiums zur Methodologie der Sozialpsychologie. Lengerich: Pabst Science Publishers, 172-188.

Abstract

Im vorliegenden Beitrag geht es um einen bestimmten Typ von Werten, nämlich um "Geschützte Wert" und die Art und Weise, wie solche Werte Entscheidungen beeinflussen. Mit Geschützten Werten sind Werte gemeint, die von einer Gemeinschaft als absolut gesehen werden und deshalb nicht geopfert und gegen andere Werte eingetauscht werden dürfen. Empirische Studien zeigen, dass die Anwendung von Nutzenmaximierung und Kosten-Nutzen-Abwägungen im Zusammenhang mit solchen Werten heftige Empörung und Ablehnung auslösen. In einem ersten, theoretischen Teil wird dargelegt, inwiefern das Konzept der Geschützten Werte wichtigen Grundannahmen rationaler Entscheidungsmodelle widerspricht. Im zweiten Teil werden einige Implikationen von Geschützten Werten für das Entscheidungsverhalten vertieft und anhand empirischer Befunde untermauert. U.a. wird gezeigt, dass Geschützte Werte eher deontologisches im Gegensatz zu konsequentialistischem Denken reflektieren. Entscheidungsalternativen werden deshalb weniger aufgrund der Konsequenzen als vielmehr aufgrund von Prinzipien, was richtig oder falsch ist, bewertet. Ferner wird gezeigt, dass Personen mit Geschützten Werten immun gegenüber Framing-Effekten sind. Dies deutet darauf hin, dass Personen mit Geschützten Werten weniger sensibel auf kontextuelle Veränderungen reagieren. Implikationen für Forschung und Praxis werden diskutiert.

Im vorliegenden Beitrag geht es um einen bestimmten Typ von Werten, nämlich um "Geschützte Wert" und die Art und Weise, wie solche Werte Entscheidungen beeinflussen. Mit Geschützten Werten sind Werte gemeint, die von einer Gemeinschaft als absolut gesehen werden und deshalb nicht geopfert und gegen andere Werte eingetauscht werden dürfen. Empirische Studien zeigen, dass die Anwendung von Nutzenmaximierung und Kosten-Nutzen-Abwägungen im Zusammenhang mit solchen Werten heftige Empörung und Ablehnung auslösen. In einem ersten, theoretischen Teil wird dargelegt, inwiefern das Konzept der Geschützten Werte wichtigen Grundannahmen rationaler Entscheidungsmodelle widerspricht. Im zweiten Teil werden einige Implikationen von Geschützten Werten für das Entscheidungsverhalten vertieft und anhand empirischer Befunde untermauert. U.a. wird gezeigt, dass Geschützte Werte eher deontologisches im Gegensatz zu konsequentialistischem Denken reflektieren. Entscheidungsalternativen werden deshalb weniger aufgrund der Konsequenzen als vielmehr aufgrund von Prinzipien, was richtig oder falsch ist, bewertet. Ferner wird gezeigt, dass Personen mit Geschützten Werten immun gegenüber Framing-Effekten sind. Dies deutet darauf hin, dass Personen mit Geschützten Werten weniger sensibel auf kontextuelle Veränderungen reagieren. Implikationen für Forschung und Praxis werden diskutiert.

Additional indexing

Item Type:Book Section, refereed, further contribution
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:March 2008
Deposited On:18 Dec 2008 10:03
Last Modified:05 Apr 2016 12:35
Publisher:Pabst Science Publishers
ISBN:978-3-89967-451-4
Official URL:http://www.psychologie-aktuell.com/shop/einzelansicht.html?tx_ttproducts_pi1[backPID]=79&tx_ttproducts_pi1[product]=615&cHash=23261fb06e
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