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Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-60936

Guldin, P. Kohärenz in der schweizerischen Aussen- und Entwicklungspolitik. 2011, University of Zurich, Faculty of Arts.

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Abstract

Ausgehend von der Fragestellung, welches Ausmass an Kohärenz in der Schweizer Aussenund Entwicklungspolitik exisitiert, werden im Folgenden die Ergebnisse kurz zusammengefasst. Die Schweizer Aussen- und Entwicklungspolitik hat sich seit dem Ende des Kalten Krieges stark verändert. Die Schweiz verfolgt eine auf Kooperation und Wahrung der eigenen Interessen ausgerichtete Politik. Im internationalen Kontext setzt sie ihre Stärken bewusst ein. Daraus ergeben sich natürlicherweise Interessengegensätze, aus denen sich mit Blick auf die Kohärenz die erwähnten Handlungsspielräume öffnen. In Bezug auf die Kohärenz der Aussen- und Entwicklungspolitik ist der vorhandene Handlungsspielraum nicht ausgeschöpft. Die Schweiz hat in den letzten Jahren unter dem Druck von Politik und Gesellschaft ihre Bemühungen um mehr Kohärenz in verschiedenen Bereichen erhöht. In entwicklungspolitisch relevanten Politikbereichen konnten substantielle Resultate in Bezug auf die Erhöhung des Kohärenzgrades der Aussenpolitik erzielt werden. Die Koordination der verschiedenen Akteure, die mit entwicklungspolitischen Fragestellungen befasst sind, muss jedoch innerhalb der gesamten Bundesverwaltung gestärkt werden. Dazu gehört ein veränderter Umgang mit dem Thema der Kohärenz. Dieses muss von höchster politischer Ebene auf allen Stufen der Verwaltung implementiert werden. Um ein höheres Mass an Policy-Kohärenz zu erreichen, sind Massnahmen auf institutioneller sowie auf Akteursebene erforderlich. Der Austausch innerhalb der Verwaltung und folglich die Erreichung von mehr Kohärenz erfolgt heute mehrheitlich auf freiwilliger Basis und ist somit stark akteursabhängig. Obwohl auf institutioneller Ebene Massnahmen in Form von gemeinsamen Foren geschaffen wurden, braucht es grössere Anstrengungen, um alle beteiligten Akteure zu involvieren. Dies ist notwendig, da die inhaltliche und thematische Komplexität in Zukunft eher zu- als abnehmen wird. Die strategische Architektur der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit muss weiter vereinfacht werden. Noch existieren zu viele Berichte, Botschaften und Leitlinien, deren Einordnung und Hierarchisierung innerhalb des Gesamtkontextes der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit für den Aussenstehenden nicht erkennbar ist. Um die Entwicklungszusammenarbeit sowohl innerhalb des politischen Systems als auch in der Öffentlichkeit stärker und nachhaltig zu verankern, ist es notwendig, die erzielten Erfolge besser zu kommunizieren. Hier besteht ein Defizit, dass sich negativ auf die weitere Entwicklung der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit auswirken könnte.

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Item Type:Dissertation
Referees:Stahel A B J, Kohler G
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Political Science
DDC:320 Political science
Language:German
Date:2011
Deposited On:20 Mar 2012 07:48
Last Modified:12 Sep 2012 21:21
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&CON_LNG=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=006955133

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