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Schlagverletzungen von Tierärzten während der Untersuchung und Behandlung von Pferden: Eine retrospektive Studie in der Schweiz


Jäggin, S; Fürst, Anton; Hässig, Michael; Auer, Jörg A (2005). Schlagverletzungen von Tierärzten während der Untersuchung und Behandlung von Pferden: Eine retrospektive Studie in der Schweiz. Schweizer Archiv für Tierheilkunde, 147(7):290-295.

Abstract

Der Pferdetierarzt setzt sich durch schmerzhafte Untersuchungen und Behandlungen an Patienten einem erhöhten Verletzungsrisiko aus. Diese retrospektive Studie untersucht das besondere Berufsrisiko der Tierärzte im Umgang mit Pferden. Ziel der Untersuchung war, einen Überblick über die Häufigkeit und den Schweregrad von Schlagverletzungen zu erhalten. Zu diesem Zweck wurde ein spezieller Fragebogen ausgearbeitet und an 700 praktizierende Tierärzte in der Schweiz verschickt; 216 (31%) sind beantwortet zurückgekommen. Die Auswertung hat ergeben, dass die Berufserfahrung, der Besitz eines eigenen Pferdes, der prozentuale Anteil der Pferde in der Praxis, der Standort (Stall, Weide), an dem die Pferde behandelt wurden, die Jahreszeit, die Art der Tätigkeit sowie der Einsatz von Sedativa die Häufigkeit von Schlagverletzungen beeinflussen. Die wenigen wirklich schweren Verletzungen, von denen Tierärzte in den letzten Jahren betroffen waren, kamen meist durch ein Zusammentreffen von unglücklichen Umständen zustande, insbesondere durch Unachtsamkeit, Stress und Erschrecken infolge unvorhergesehener Ereignisse. Aus dem Gesamtmodell kristallisierten sich folgende Risikofaktoren heraus: Der prozentuale Anteil der Pferde in der Praxis, der Standort der Behandlung, die Art der Tätigkeit sowie der Einsatz von Sedativa. Die Gefahr von leichten bis mittelschweren Verletzungen kann jedoch erheblich eingedämmt werden, wenn den genannten Risikofaktoren genügend Aufmerksamkeit und Beachtung geschenkt wird.

Der Pferdetierarzt setzt sich durch schmerzhafte Untersuchungen und Behandlungen an Patienten einem erhöhten Verletzungsrisiko aus. Diese retrospektive Studie untersucht das besondere Berufsrisiko der Tierärzte im Umgang mit Pferden. Ziel der Untersuchung war, einen Überblick über die Häufigkeit und den Schweregrad von Schlagverletzungen zu erhalten. Zu diesem Zweck wurde ein spezieller Fragebogen ausgearbeitet und an 700 praktizierende Tierärzte in der Schweiz verschickt; 216 (31%) sind beantwortet zurückgekommen. Die Auswertung hat ergeben, dass die Berufserfahrung, der Besitz eines eigenen Pferdes, der prozentuale Anteil der Pferde in der Praxis, der Standort (Stall, Weide), an dem die Pferde behandelt wurden, die Jahreszeit, die Art der Tätigkeit sowie der Einsatz von Sedativa die Häufigkeit von Schlagverletzungen beeinflussen. Die wenigen wirklich schweren Verletzungen, von denen Tierärzte in den letzten Jahren betroffen waren, kamen meist durch ein Zusammentreffen von unglücklichen Umständen zustande, insbesondere durch Unachtsamkeit, Stress und Erschrecken infolge unvorhergesehener Ereignisse. Aus dem Gesamtmodell kristallisierten sich folgende Risikofaktoren heraus: Der prozentuale Anteil der Pferde in der Praxis, der Standort der Behandlung, die Art der Tätigkeit sowie der Einsatz von Sedativa. Die Gefahr von leichten bis mittelschweren Verletzungen kann jedoch erheblich eingedämmt werden, wenn den genannten Risikofaktoren genügend Aufmerksamkeit und Beachtung geschenkt wird.

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Other titles:Kick injuries of veterinarians during examination and treatment of horses: A retrospective study in Switzerland
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:05 Vetsuisse Faculty > Veterinary Clinic > Equine Department
05 Vetsuisse Faculty > Veterinary Clinic > Department of Farm Animals
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
630 Agriculture
Language:German
Date:2005
Deposited On:06 Aug 2012 09:01
Last Modified:02 May 2016 17:28
Publisher:Hans Huber
ISSN:0036-7281
Publisher DOI:https://doi.org/10.1024/0036-7281.147.7.289
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-61570

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