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Permanent URL to this publication: http://dx.doi.org/10.5167/uzh-6250

Schwitter, B (2008). Sexualaufklärung als biographisches Element in brieflichen Narrationen. Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 104(1):83-100.

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Abstract

Dieser Artikel untersucht biographisch erzählende Briefe an die "Liebe Marta", die das Thema Sexualaufklärung mit ansprechen. Dabei wird die Frage nach subjektiven Deutungsmustern gestellt: Wie wurde die eigenerlebte "Aufklärung" thematisiert? Wie wurden ihre Wirkungen verstanden und erklärt? Folgende Muster zeichnen sich ab: Die eigenerlebte Sexualaufklärung wurde als mangelhaft kritisiert, und dieser Mangel wurde mit dem Scheitern von intimen Beziehungen und mit sexuellen Problemen zusammengedacht. Erkennbar sind zudem geschlechtsspezifische Argumentationen: Wenn Frauen die eigenerlebte Sexualaufklärung thematisierten, erschienen fast immer auch sexuelle Unlust und Orgasmusprobleme, seltener auch sexuelle Übergriffe; Männer dagegen thematisierten zusammen mit ihrer Aufklärung nur selten Potenzprobleme, dafür aber fast immer Einsamkeit und Kontaktarmut sowie Scham- und Schuldgefühle. Sexualaufklärung wurde von den Schreibenden als etwas verstanden, was Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Beziehungsbiographie hatte.

Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Social Anthropology and Cultural Studies
DDC:390 Customs, etiquette & folklore
300 Social sciences, sociology & anthropology
790 Sports, games & entertainment
Language:German
Date:August 2008
Deposited On:17 Dec 2008 14:57
Last Modified:19 Jul 2014 02:45
Publisher:Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde
ISSN:0036-794X
Official URL:http://www.volkskunde.ch
Citations:Google Scholar™

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