Zirkulationen. Edited by: Kilcher, Andreas B; Sarasin, Philipp. Zürich, 2011. ISBN 978-3-03734-171-1.
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Abstract
Im 17. und 18. Jahrhundert sprach man von Kreisläufen, um von der Zirkulation des Blutes, von »Stoffen« und Gütern zu handeln. Anfang des 19. Jahrhunderts bezeichnete der Begriff das Fließen der Säfte im Körper sowie die Verhältnisse in einer wohleingerichteten »Staatswirtschaft«. Heute ist die Rede von zirkulierenden Daten, Zeichen, Bildern und Diskursen, von der Zirkulation des Begehrens, der Zirkulation von kulturellem Kapital oder Sinn – und schließlich von Menschen.
Für die Wissensgeschichte ist der Begriff »Zirkulation« konstitutiv. Der Ansicht, dass Wissen in exklusiven Settings entsteht, um sich von dort aus zu verbreiten, hält die Wissensgeschichte entgegen, dass auch die Praxis im Labor auf Geräte, Diskursmuster und Wissen zurückgreifen muss, die nicht im Labor selbst entstanden sind, sondern weit außerhalb davon. Als zirkulierendes Gut wird Wissen in unterschiedlichen Medien formatiert, verändert sich im Übergang von einer Repräsentationsweise zur nächsten und ist in Machtverhältnisse verstrickt.
| Item Type: | Edited Scientific Work |
|---|---|
| Communities & Collections: | 06 Faculty of Arts > Institute of History |
| DDC: | 900 History |
| Language: | German |
| Date: | 2011 |
| Deposited On: | 01 Jun 2012 15:07 |
| Last Modified: | 31 Oct 2012 11:24 |
| Publisher: | Diaphanes |
| Series Name: | Nach Feierabend - Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte |
| Volume: | 7 |
| Number of Pages: | 223 |
| ISBN: | 978-3-03734-171-1 |
| Official URL: | http://www.diaphanes.net/buch/detail/1235 |
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